Arbeitsmarkt im Landkreis

249 freie Stellen: Auszubildende dringend gesucht

Landkreis - Zwischen Staffelsee und Karwendel gibt es sechs Wochen vor dem  Start des Ausbildungsjahres noch viele freie Lehrstellen. Gerade die Hotellerie- und Gastronomie bekommt den Bewerbermangel zu spüren.

„Die Chancen, mit einer Lehre ins Berufsleben zu starten, sind so gut wie nie“: Peter Lingg, der neue Vorsitzende der IHK im Landkreis, weiß aber auch, dass das nicht nur positiv ist. Denn die Unternehmen und Betriebe tun sich schwer, Auszubildende zu finden. Aktuell sind noch 249 Lehrplätze zwischen Staffelsee und Karwendel frei. Sechs Wochen vor Beginn des Ausbildungsjahres Anfang September zeichnet sich nach Angaben der Industrie- und Handelskammer ab, dass wohl nicht alle Stellen besetzt werden können. Denn die Zahlen der Arbeitsagentur zeigen, dass derzeit nur noch 175 Mädchen und Burschen auf der Suche sind. Am gravierendsten ist das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wie schon seit einigen Jahren im Hotel- und Gaststättengewerbe: 92 freie Lehrstellen gibt es für Hotel- und Restaurantfachleute sowie Köche.

Zum Beispiel in so exklusiven Häusern wie Schloss Elmau. Lingg unterstreicht jedoch, dass der Bewerbermangel durch alle Branchen geht. Möglich ist es zum Beispiel in Einzelhandel- und Fachgeschäften eine Ausbildung zu begingen, genauso wie in eine medizinischen Einrichtungen: Im Landkreis kann man Krankenpfleger, Immobilienkaufmann, Landmaschinen-Mechantroniker oder auch Verkäufer werden. Positive Effekte für die Unternehmen im Landkreis könnte der Zuzug durch junge Flüchtlinge haben. Lingg fordert die große Politik auf, schnell das „3+2“-Modell für diese umzusetzen. „Viele Unternehmen sehen in diesem Personenkreis Potenzial für ihre freien Ausbildungsplätze, aber Einstellungen scheitern häufig an der mangelnden Planungssicherheit und den vielen bürokratischen Auflagen“, sagt der IHK-Regionalausschuss-Vorsitzende. Das Model sieht dem entgegen. Es sieht vor, dass Flüchtlinge eine Ausbildung beginnen dürfen. In diesen drei sowie in den folgenden zwei Jahren, in denen sie Erfahrungen sammeln sollen, dürfen sie nicht abgeschoben. Derzeit bereiten sich im Kreis 70 junge Asylbewerber in vier Integrationsklassen auf das Berufsleben vor.

Rubriklistenbild: © dpa

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