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Drehen rund um Murnau: (v.l.) Wolfgang Fierek, Christine Eixenberger, Katharina Müller-Elmau.

Dreharbeiten mit prominenter Besetzung

ZDF-„Herzkino“ aus Seehausens Feuerwehrhaus

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Seehausen - Die Region rund um Murnau kommt ins Sonntagabend-Fernsehen: Zwei Streifen einer neuen ZDF-"Herzkino"-Reihe entstehen in Dörfern der Region. Die Dreharbeiten laufen bereits.

Die Krimiserie „Stadt, Land, Mord“ starb vor Jahren auf Sat1 einen schnellen Tod – und mit ihr verschwand Murnau als wiederkehrender TV-Schauplatz zunächst von der (Fernseh-)Bildfläche. Nun erlebt die Region im ZDF ein Comeback in Deutschlands Wohnzimmern: Die Dreharbeiten für zwei Streifen einer neuen „Herzkino“-Reihe mit dem Arbeitstitel „Freiwillig Feuerwehrfrau“ laufen bereits. Gefilmt wird mit prominenter Besetzung ausschließlich in der Umgebung: in und um Grafenaschau, Seehausen, Bad Bayersoien sowie Steingaden.

Die Geschichten spielen im erfundenen Ort Wildegg – und besitzen trotzdem touristisches Werbepotenzial: „Die Region wird nicht näher bezeichnet“, sagt Elisa Schultz vom ZDF. Aber die tatsächliche Lage des fiktiven Wildegg werde „durchaus wiederzuerkennen sein“. Die Wahl fiel wohl nicht von ungefähr auf die Gegend. Wildegg sei eine Mischung der schönsten Orte des Alpenvorlands, so Schultz, das „mit seinem bayerischen Ambiente und den Bergen im Hintergrund für ein Sehnsuchtsziel vieler Zuschauer steht“.

Was für Touristiker und Bürgermeister aber vor allem zählen dürfte: Ihre Orte werden beim Namen genannt. „Murnau und andere Ortschaften werden im Dialog angesprochen“, sagt Schultz. Seehausens Bürgermeister Markus Hörmann (CSU) spricht da von „unbezahlbarer Werbung“, einer „Super-Sache“. Doch er hofft, dass nicht wie einst bei einer Utta-Danella-Verfilmung in Rieden eine Mega-Anfrage-Welle über das Dorf schwappen wird, die sich nicht mehr befriedigen lässt.

„Herzkino“ – das steht am „Tatort“-dominierten Sonntagabend im ZDF unter anderem für Romanzen von Rosamunde Pilcher oder Inga Lindström. Nun schickt das Zweite die Kabarettistin Christine Eixenberger als Marie ins Rennen, die als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wildegg alles unternimmt, um ihren Mitmenschen zu helfen. Neben ihr spielen Stefan Murr, Saskia Vester, Wolfgang Fierek, Katharina Müller-Elmau und viele andere. Der Feuerwehr-Plot im Fernsehen ist nicht neu – und nicht immer macht das, was die Film-Retter so alles anstellen, die echten Einsatzkräfte wirklich glücklich. Gedreht wird in der kommenden Woche auch im Seehauser Gerätehaus – ein zeitlicher Aufwand für die Ehrenamtlichen und ein Abenteuer mit einigen Unbekannten für den Kommandanten. Einen Rest Skepsis hat Martin Bierling junior auch noch nicht abgelegt. „Ich weiß nicht genau, was mich erwartet.“ Nur zwei Dinge stehen für den Kommandanten fest. Erstens: „Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr muss gegeben sein – das ist mit dem Filmteam besprochen.“ Und zweitens: „Das wird eine ganz neue Erfahrung.“ Bierling wird, wenn die Arbeiten laufen, mit ein paar Kameraden mittendrin statt nur dabei sein. Gebraucht werden Statisten und Berater vom Fach. Mal sehen, meint Bierling, ob sich in diesem Fall die Experten in Feuerwehrfragen durchsetzen können. Wolfgang Fierek, der im Film den Wildegger Feuerwehr-Kommandanten spielt, quasi einen „Kollegen“, lernte Bierling bereits kennen. Fierek besuchte das Seehauser Gerätehaus, als eine Übung anstand. „Ein ganz umgänglicher Mensch“, findet Bierling.

In Grafenaschau hat der Film-Tross schon drei Wochen lang Szenen abgedreht: in einem leerstehenden Privathaus an der Aschauer Straße sowie in dessen Garten. Voraussichtlich bis Anfang August werden die gesamten Arbeiten laufen. Ein Sendetermin steht noch nicht fest. Das ZDF startet die Reihe mit den beiden Filmen, die „dann potenziell im nächsten Jahr fortgesetzt werden“, sagt Schultz. Das bedeutet in der Regel: Die Quote wird darüber entscheiden. Diese hatte einst „Stadt, Land, Mord“ einen schnellen Tod beschert.

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