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Erste Vorzeichen auf die Demonstration: Am Rathausplatz stehen bereits die Schilder, die auf das absolute Halteverbot am Sonntag ab 8 Uhr hinweisen.

Friedensmarsch in Garmisch-Partenkirchen

Keine Bedenken gegen Anti-Terror-Demonstration

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Garmisch-Partenkirchen - Mit ihrem Friedensmarsch hat Ilknur Cabir für ziemliche Aufregung gesorgt. Die Sorge, dass gewaltbereite Demonstranten diese stören, ist groß. Polizei und Vertreter des Landratsamtes teilen diese Ängste allerdings nicht.

Dem Friedensmarsch für die Türkei und die ganze Welt am Sonntag, 10. April, in Garmisch-Partenkirchen steht nichts mehr im Weg. „Wir haben keine Bedenken“, betont Michael Kleißl, Sprecher des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen. „Eine abstrakte Gefährdung kann bei einer Versammlung nie ausgeschlossen werden. Anhaltspunkte für konkrete Gefährdungen sind dem Landratsamt bisher nicht bekannt, auch die Polizei hat bei dem Gespräch am Mittwoch keine Hinweise auf konkrete Gefährdungen mitgeteilt.“ Das Kooperationsgespräch mit Ilknur Cabir, die die Demonstration angemeldet hat, sei „positiv und in konstruktiver Atmosphäre“ verlaufen. „Die Veranstalter werden die üblichen Kundgebungsmittel wie Megaphon, Plakate, Fahnen, Sprechchöre und Reden einsetzen“, erklärt Kleißl.

Dass die Ansprachen in zwei Sprachen – um alle Teilnehmer zu erreichen, plant die 31-Jährige Reden in Deutsch und in Türkisch – gehalten werden, sei ebenfalls kein Problem. Somit können sich die Demonstranten – erwartet werden 500 bis 600 – wie vorgesehen um 11 Uhr am Rathausplatz treffen. Um einen störungsfreien Ablauf zu garantieren, müssen die Veranstalter Ordnungskräfte einsetzen. „Das ist kein Problem“, versichert Cabir. Freunde und Bekannte, von denen einige in Lokalen als Türsteher Erfahrungen gesammelt haben, helfen ihr.

„Da findet eine kleine Eröffnung, eine Begrüßung statt“, sagt Cabir. Musik hat sie nicht im Programm, allerdings „laufen wir sicher nicht stillschweigend“. Sie hofft außerdem, dass die Teilnehmer, die aus möglichst vielen Ländern kommen sollen, ihre Nationalflaggen mitbringen. Einheit zeigen, das ist ihr Anliegen, um gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen den weltweiten Terror zu setzen – „fernab von politischen Diskussionen“, wie sie immer wieder mit Nachdruck unterstreicht. Vom Rathausplatz bewegt sich der Zug dann Richtung Bahnhof, wo auf Höhe der Post eine Zwischenkundgebung vorgesehen ist. Wer dort spricht, kann die Garmisch-Partenkirchnerin mit türkischen Wurzeln noch nicht sagen. Der, den sie ursprünglich im Visier hatte, ist arbeitsbedingt verhindert. „Die Suche läuft, wir haben aber noch Optionen.“ Vom Text, den der Redner vortragen soll, steht bislang nur die Rohfassung. „Das müssen wir noch ausarbeiten“, sagt Cabir. Maximal 30 Minuten seien für diesen Stopp angesetzt, etwa genauso lange dauert wohl die Abschlusskundgebung am Richard-Strauss-Platz. Den erreicht der Zug über die Bahnhof- und die Von-Brug-Straße. Enden soll der Friedensmarsch gegen 15 Uhr.

Die Aufregung, für die ihre Veranstaltung im Vorfeld gesorgt hat, kann Cabir nach wie vor nicht nachvollziehen. Auch nicht, welches Problem die Leute mit ihrer Demo haben. Insbesondere anonyme Attacken, wie der Anrufer, der ihrem Mann mit unterdrückter Nummer nahelegte, doch wieder in die Türkei zu gehen. „Das ist feige.“ Gerade im sozialen Netzwerk Facebook, wo sie sich diverse Anfeindungen gefallen lassen musste, bot sie immer wieder ein persönliches Gespräch an. Vergeblich. „Darauf hat niemand reagiert“, bedauert Cabir. „Offensichtlich wollen die nur provozieren.“

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