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Neues Gesicht im Chefbüro: die künftige Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Ursula Lampl, mit Günther Sponar.

Ab November in neuer Hand

Führungswechsel im Mehrgenerationenhaus

Murnau - Neue Leitung nach sieben Jahren: Günther Sponar verlässt das Mehrgenerationenhaus und wechselt in den Flüchtlingsbereich. Seine Nachfolge ist bereits geklärt. 

Das Murnauer Mehrgenerationenhaus (MGH) steht ab November unter neuer Führung: Der bisherige Leiter der Einrichtung, Günther Sponar, gibt sein Amt nach sieben Jahren ab. Die Nachfolgefrage ist bereits geklärt: Ursula Lampl aus Peißenberg sitzt seit Oktober gemeinsam mit Sponar im Büro. Ab November ist die 54-jährige Fachwirtin für Gesundheits- und Sozialwesen dann weitestgehend auf sich allein gestellt.

Doch Sponar hat bei Bedarf seine Hilfe zugesagt, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt schon seine neue Tätigkeit als Ehrenamtskoordinator für Helfer im Flüchtlingsbereich ausüben wird. Über dieses Betätigungsfeld ist der 54-jährige Diplom-Sozialpädagoge erfreut: „Ich arbeite weiterhin für die Caritas im Landkreis, da kann ich mein Wissen aus 25-jähriger Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingen optimal einbringen“, sagt er. Die neue Stelle biete die Möglichkeit, ehrenamtliche Tätigkeiten speziell im Raum Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Oberammergau besser zu koordinieren: „Murnau ist mit Team 7 schon gut aufgestellt, ein ähnliches Konzept wird für die rund 300 anderen Helfer aus der Region auch benötigt“, betont Sponar. Neben Sprachunterricht sollen Angebote wie Kinderbetreuung und Freizeitaktivitäten mit Ehrenamtlichen ausgebaut werden. Sponar hofft, dass dadurch auch Kooperationen mit dem MGH entstehen.

Fest steht: Ganz aus den Augen verlieren wird Sponar die Einrichtung nicht, immerhin hat er sie im Jahr 2008 mit eröffnet. Seitdem verlief die Entwicklung mit Höhen und Tiefen. Auch wenn Geld oft knapp war, stieg der Bedarf: Aktuellen Statistiken zufolge kommen im Schnitt täglich über 50 Leute aus dem Umkreis in das Haus. An manchen Tagen seien es sogar über 100. „Das Einzugsgebiet des MGH erstreckt sich von Garmisch bis Saulgrub“, so Sponar. Daher appelliert der Sozialpädagoge an die Nachbargemeinden, sich an den Kosten zu beteiligen. Sponar ist sich sicher, dass bei der Finanzierung, die in der Vergangenheit immer wieder für Unsicherheiten gesorgt hatte (wir berichteten), zumindest die Basisprogramme vorläufig in trockenen Tüchern sind: „Bis 2018 ist der gesetzlich vorgeschriebene Grundstock von insgesamt 40 000 Euro gesichert.“ Jedoch reiche das gerade für die elementarsten Bedürfnisse aus – eine Vollzeitstelle werde damit nicht abgedeckt. So arbeitet Lampl 16 Sunden pro Woche. Ihr Vertrag ist auf ein Jahr befristet, weil 2016 erneut ein Förderantrag gestellt werden muss.

Trotz dieser bürokratischen Hürden freut sich Lampl auf ihren neuen Aufgabenbereich: „Ich möchte mein erworbenes theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen“, sagt sie. Auf eine Stellenanzeige hatte sie sich im Sommer beworben und wurde prompt genommen. „Das war ein fließender Übergang“, erklärt Lampl. Ihr zufolge stellt das MGH eine Bereicherung für die umliegenden Kommunen dar. Daher hat sie einen Wunsch für die Zukunft: „Ich möchte, dass diese Einrichtungen auch weiterhin kommunal gefördert werden, so dass sich die Generationen übergreifende Arbeit langfristig etablieren kann.“

Constanze Wilz

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