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Fünf Jahre Großtagestätte „Fitz und Fine“ feiern mit den Kindern (vorne v. l.) Anita Noack und Conny Margraf mit Beate Königer vom Kinderbüro in Garmisch-Partenkirchen (l.) und Sabine Kopp von der Einrichtung „Frau und Beruf“.

Optimismus statt Existenzangst

Fünf Jahre „Fitz und Fine“

Nach einem Tief kommt ein Hoch, heißt es. „Fitz und Fine“ befindet sich im Aufstieg. Nach harten Jahren, in denen der Mittenwalder Kinder-Großtagespflege zwischenzeitlich das Aus drohte, ist die Lage wieder deutlich entspannter – das schönste Geschenk zum fünfjährigen Bestehen.

Mittenwald – An ihrem Geburtstag sollte sich die Kinder-Großtagespflege „Fitz und Fine“ ganz besonders schön präsentieren. Dafür hat sich das Team ordentlich ins Zeug gelegt. Es hat sich gelohnt. Beim Tag der offenen Tür zum fünfjährigen Bestehen der Einrichtung an der Gebirgspionierstraße 42 in Mittenwald sahen die Besucher renovierte Räume, ein neues Kletterhaus und Wände mit selbst gemalten Bildern.

Conny Margraf (38) hat „Fitz und Fine“ vor fünf Jahren gegründet. Gemeinsam mit Anita Noack (33) leitet sie die Einrichtung mit acht Kindern, darunter auch zwei Flüchtlingen. Beate Königer hob das Engagement des Teams hervor. Es habe sich auch dem Flüchtlingsproblem gestellt, sagte die Leiterin des Kinderbüros in Garmisch-Partenkirchen, das für die Abwicklung aller Verträge und Finanzen zuständig ist. Als Erfolgsrezept nannte Königer kleine Gruppen, flexible Buchungszeiten und die für Eltern wichtige gesicherte Ersatzbetreuung.

Überaus zufrieden mit der 81 Quadratmeter großen Tagesstätte mit ihren vier Räumen und fünf Schlafplätzen zeigte sich Vera Töws aus Schwäbisch Hall, die in Garmisch-Partenkirchen wohnt. Wie ihr Mann ist die 33-Jährige als Offizier beim Gebirgsjägerbataillon 233 tätig. Sie hatte eine Betreuung am Dienstort gesucht – und „Fitz und Fine“ gefunden. Dort kann sie ihren 13 Monate alten Sohn vor Dienstbeginn abgeben. Auch die vierjährige Tochter hat die Einrichtung besucht.

Betreut und bekocht werden die Kleinen zwischen 6.30 und 17 Uhr, nach Absprache auch abends und am Wochenende. Als übergeordnete Trägereinrichtung fungiert „Frau und Beruf“. Die Tagesstätte selbst wird mit öffentlichen Mitteln aus dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz gefördert.

Leiterin Margraf (38), wie Noack Mutter von zwei Kindern, ist stolz auf das Erreichte. Der Bedarf an Plätzen in Großtagespflege war in ihren Augen immer vorhanden. Vorbei sind die Zeiten, als sie – wie vor drei Jahren – wegen des Ausbaus der Kinderkrippen um ihre Existenz bangte. Nur noch drei Kinder waren übrig geblieben, die sie betreuten. Die Eltern bevorzugten die neu geschaffenen Angebote zum Beispiel im Gemeindekindergarten. Die Abmeldungen schmerzten. Jetzt sieht die Lage ganz anders aus. Zur Erleichterung von Margraf: „Aufgrund der steigenden Geburtenraten und vieler Betreuungsanfragen können wir optimistisch in die Zukunft sehen.“

Wolfgang Kunz

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