Reger Austausch in der nächsten Zeit

Gelassenheit trotz Groß-Investitionen

Seefeld/Oberes Isartal - Für die Nordische Ski-WM machen die Tiroler Nachbarn Seefeld winterfest. Im Oberen Isartal erhofft man sich dadurch in erster Linie Vorteile.

Sechs Monate ist es her, dass die Gemeinde Seefeld in Tirol überraschend den Zuschlag für die Nordische Ski-WM 2019 bekommen hat. In den nächsten Jahren gibt es für sie viel zu tun. Die ersten Pläne und Konzepte für den Ausbau der Infrastruktur stehen mittlerweile. Dazu gehören massive Investitionen in die Schneesicherheit. Schon im Spätherbst wird die erste Loipe befahrbar sein. Die Verantwortlichen bei der Isartaler Tourismus-GmbH Alpenwelt Karwendel bleiben trotzdem gelassen.

„Ich sehe da keine Nachteile“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schwarzenberger. Der Krüner Bürgermeister (CSU) weiß, dass im Oktober oder November hauptsächlich Profi- oder Leistungssportler die Langlaufskier herausholen. Auf einem 2,5 Kilometer weißen Band durch die sonst wohl noch grüne Natur laufen, „das ist nicht das, was unsere Gäste wollen“. Anders sei es natürlich in Richtung Weihnachten. Dann, wenn die Tiroler gute Loipenverhältnisse vorweisen könnten und das Isartal nicht. „Das wäre natürlich ein Standort-Nachteil“, räumt Schwarzenberger ein.

Prinzipiell sieht er die Tatsache, dass Seefeld den Zuschlag für die Weltmeisterschaften bekommen hat, auch als großen Vorteil für das Isartal. Die benachbarten Regionen können auf zusätzliche Gäste hoffen. Das hatte Alpenwelt-Karwendel-Geschäftsführerin Sabrina Blandau schon im Sommer gesagt, als Seefeld das Rennen um die WM gewonnen hatte.

Für Schwarzenberger geht es nun darum, die Zeit bis zu dem Großereignis gut zu nutzen - und die Zusammenarbeit mit den Nachbarn zu verbessern. Die Umstellung auf die elektrische Meldekarte sei dabei ein wichtiger Faktor. „Denn nun haben wir das gleiche System.“ Auf dieser Grundlage könnten gemeinsame Konzepte erarbeitet werden. Und das soll nicht erst 2019 geschehen. „Wir werden immer wieder das Gespräch suchen“, macht der Aufsichtsratsvorsitzende deutlich. Das macht Sinn: Denn wie Seefelds Bürgermeister Werner Frießer auf Tagblatt-Anfrage erklärte, würden die Verantwortlichen noch ganz am Anfang mit den Planungen für die WM stehen.

Dass es schon in diesem Jahr einen regen Austausch zwischen Tirol und dem Isartal geben wird, davon geht Schwarzenberger angesichts zweier weiterer wichtiger Termine aus. Er erinnert daran, dass der G7-Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau stattfinden wird. Kurz vorher soll zu der sagenumwobenen Bilderberg-Konferenz im nur 30 Kilometer entfernten Hotel Interalpen Tyrol auf dem Seefelder Hochplateau eingeladen werden. nah

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