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Schloss Elmau in Krün.

Verfassungsschutz warnt

Linksextreme mobilisieren gegen G8-Gipfel in Elmau

Krün - Eigentlich gilt Schloss Elmau wegen seiner Abgeschiedenheit als idealer Ort für den G8-Gipfel 2015. Doch der Verfassungsschutz warnt. Linksextreme machten bereit dagegen mobil.

Ein gutes Jahr vor dem G8-Gipfel in Schloss Elmau machen Linksextreme nach Beobachtung von Sicherheitsbehörden gegen das Treffen mobil. „Die Mobilisierung gewaltbereiter Linksextremisten gegen diese Veranstaltung ist bereits angelaufen“, zitiert das Nachrichtenmagazin „Focus“ aus einer vertraulichen Lageeinschätzung des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg. Ähnlich wie beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm seien gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei zu befürchten. Es könnte zu militanten Aktionen kommen.

Neben tausenden deutschen Aktivisten würden viele Demonstranten aus dem Ausland erwartet. Die Staats- und Regierungschefs der acht größten Industrienationen könnten sich auf Schloss Elmau in Bayern „nicht ungestört“ treffen, heißt es in dem Bericht. Dabei liegt das Schloss abgeschieden im oberbayerischen Krün in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen in etwa 1000 Metern Höhe. Das Hotel kann leicht abgeriegelt werden und gilt deshalb als idealer Tagungsort.

Hintergrund für die Warnung des Verfassungsschutzes ist dem Magazin zufolge ein Aufruf im Internet. Eine 2010 gegründete Gruppe namens „[3A]*Revolutionäres Bündnis“ kündige einen „Sturm auf den Gipfel“ an. Das Kürzel „[3A]“ steht dem Bericht zufolge für antifaschistisch, antimilitaristisch, antikapitalistisch.

Im Ort Krün laufen derweil die Vorbereitungen auf das Großereignis. Straßen werden ausgebaut, ein Hubschrauberlandeplatz angelegt und der Bahnübergang auf der IC-Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck muss verbessert werden. Auch beim Ausbau von schnellem Internet und Mobilfunk wird Druck gemacht. Die bayerische Staatskanzlei bezifferte die voraussichtlichen Kosten für den G8-Gipfel auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Größter Kostenfaktor ist der Einsatz von Polizei und Sicherheitskräften.

dpa

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