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Geballte Staatsmacht: Die Ordnungshüter marschieren während des legendären Obama-Besuchs in Krün auf. Über soviel Polizei-Präsenz staunen selbst die feschen einheimischen Dirndl bei einer Verschnaufpause. 

Krün wird finanziell entschädigt 

G7-Gipfel: Freistaat löst Versprechen ein

Krün - Die Rechnung ist simpel: Viele Polizisten, weniger Gäste. Nun kommt das bayerische Innenministerium für den finanziellen Ausfall vor und während des G7-Gipfels 2015 auf.

„Wir haben damit eigentlich gar nicht mehr gerechnet.“ Umso schöner für Krüns Rathauschef Thomas Schwarzenberger, dass der Freistaat Bayern doch noch seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist und dem G7-Gastgeberdorf einen üppigen Betrag überwiesen hat. Konkret handelt es sich um 54 000 Euro, der inzwischen auf das Krüner Konto transferiert wurde.

Zum Hintergrund: Nachdem die Isartaler Hotels während des Treffens der Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen im Juni 2015 zwar über Wochen voll belegt waren, die Polizisten und anderen Beamten aber keinen Kurbeitrag zahlen mussten, da sie ja arbeiteten, entstanden den betroffenen Tourismusgemeinden finanzielle Ausfälle in nicht unerheblicher Höhe. Nach Ermittlung der Vergleichszahlen für den Zeitraum 2012 bis 2014 errechnete man im Innenministerium für Krün jene 54 000 Euro. In Wallgau sollen es 9000 und in Mittenwald 10 000 Euro gewesen sein. Auch diese Alpenwelt-Karwendel-Orte sind dem Vernehmen nach schon entschädigt worden. Damit hat selbst in dieser Hinsicht der G7-Gipfel mit dem legendären Obama-Besuch in Krün als Höhepunkt ein gutes Ende genommen. Bereits im Oktober hatte auch Garmisch-Partenkirchen, wo bekanntlich die G7-Demonstranten zu tausenden aufmarschiert waren, eine staatliche Zuwendung in Höhe von 82 600 Euro erhalten.

Übrigens: Krün hat das Geld inzwischen wieder investiert – in neue Lampen für die Dorfbeleuchtung. Kostenpunkt: 42 000 Euro. Da bleibt sogar noch ein Rest von 12 000 Euro für die Gemeinde übrig.

Christof Schnürer

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