Handschlag unter Mannsbildern: Bürgermeister Adolf Hornsteiner (l.) heißt Kreisbrandmeister Josef Gschwendtner im Mittenwalder Offiziersheim willkommen. foto: Hornsteiner

Gipfel im Juni

Dickes Lob für "Mr. G7"

Mittenwald - Zum siebten Mal durfte Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner beim Neujahrsempfang Hände schütteln. Er schwor auf ein besonderes Jahr 2015 mit dem G7-Gipfel im Juni ein.

Es ist kurz vor 17 Uhr. Die letzten Gäste trudeln im Mittenwalder Offiziersheim ein. In der Eingangshalle des Kasinos bildet sich eine lange Schlange. Grüne Hüte mit Abzeichen wechseln sich mit Barretts und Bergmützen ab. Am Ende werden am Mittwochabend beim traditionellen Neujahrsempfang von Gemeinde und Bundeswehr ausgiebig Hände geschüttelt.

Standortältester Michael Warter steht neben Bürgermeister Adolf Hornsteiner, in der Mitte die „First Lady“ Gabi Hornsteiner. Hunderte Begrüßungsworte werden gesprochen. Oft sieht man dem Rathauschef die Rührung an, wenn ein Altbekannter plötzlich vor ihm steht. Wie Thomas Schaller, „Information Specialist for Public Affairs“ - Pressesprecher des US-Generalkonsuls in München. Sein Chef William Moeller werde sich leicht verspäten, teilt der gebürtige Mittenwalder Schaller seinem Gegenüber mit.

Währenddessen füllt sich das Kasino. Dort stößt man auch auf eine gut gelaunte Familie Berrendorf, die heuer nach sieben stressreichen Jahren der Vorbereitung endlich ihr Vier-Sterne-Plus-Hotel an der Bahnhofstraße in Angriff nehmen will.

G7-Gipfel 2015 soll auch für Bundeswehr ein großes Thema werden

Nachdem jeder, der Rang und Namen in der Region hat, begrüßt wurde, tritt Oberst Warter ans Pult. In nüchternem Ton informiert er über die Umstrukturierungen der Bundeswehr, die „bis zum 26. Juni abgeschlossen“ sein sollen. „Unsere Soldaten müssen auch heuer wieder in 15 Einsatzgebieten ihren Dienst leisten.“ Auch der G7-Gipfel soll für die Bundeswehr ein großes Thema werden.

Das traditionelle Zitherstück von Bürgermeister Hornsteiner lautet im Anschluss „Der Morgen im Karwendel“. „Ich empfand das Lied als sehr passend.“ Schließlich hat 2015 erst begonnen. „Wir haben also noch früh am morgen.“ Hornsteiner zeigt sich glücklich, „trotz des verflixten siebten Jahres“ seiner Amtszeit „noch nicht amtsmüde“ geworden zu sein. Im Gegenteil. Mit viel Sinn für Humor gab er einen Rück- sowie Ausblick: „Damit ich zum siebten Mal nicht immer das gleiche sage, lautet heute mein Motto: Steh auf, dass man Dich sieht. Sprich laut, dass man Dich hört. Und fasse Dich kurz, dass man Dich liebt.“

Überdies kann er sich noch gut daran erinnern, dass er genau vor einem Jahr mit seinem Krüner Amtskollegen Thomas Schwarzenberger zusammensaß, „als der G7-Standort von Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet wurde“. Jetzt, 365 Tage nachdem Schloss Elmau den Zuschlag erhielt, meinte Hornsteiner. „Wir hatten recht damit, dass es eine große Herausforderung wird. Die Marke von 15 Millionen Euro, die in der Region generiert werden konnten, ist bereits überschritten.“ Großes Lob erntete dabei Schwarzenberger, den er kurzerhand als „Mr. G7“ betitelte.

Alle Infos zum G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau finden Sie auf unserer G7 Themenseite. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir bereits zusammengefasst.

joho

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