Telekom sucht geeigneten Standort

Moderner Sendemast für G7-Gipfel

Farchant – Farchant soll einen modernen Mobilfunk-Sendemast für den G7-Gipfel 2015 im Juni bekommen. Die Telekom sucht dafür einen geeigneten Standort im Ortszentrum.

Alles für den Gipfel: Jetzt wird auch Farchant daran beteiligt, all den vielen Menschen, die zum G7-Gipfel im Juni in den Landkreis kommen, optimale Bedingungen zu bieten. Genauer gesagt soll die Gemeinde der Deutschen Telekom helfen, einen neuen Standort für eine Mobilfunk- Antenne zu finden – am besten mitten im Ort. Dafür warb Mobilfunk-Kommunalbeauftragter Frank-Peter Käßler im Gemeinderat. „Die Bundesregierung wünscht, den 10.000 bis 20.000 Gästen von Presse und anderen Bereichen, die beim G7-Gipfel erwartet werden, auch eine gute bis sehr gute Mobilfunk-Versorgung zur Verfügung zu stellen.“

Nachdem der Telekom- Mobilfunkmast auf dem Dach des Hotels Kirchmayer an der Hauptstraße nicht um neue Technologien erweitert werden kann und zudem auf Wunsch der Vermieter im nächsten Jahr abgebaut wird, „muss sich die Telekom in Farchant einen neuen Standort für eine Antenne suchen“. Diese wird mit der modernsten Technik, etwa dem leistungsstarken und für eine hohe Datenrate bis zu 300 Megabit geeigneten System LTE, ausgestattet. Sollte es nicht gelingen, rechtzeitig einen geeigneten Platz zu finden, denke das Unternehmen über ein Provisorium nach, betonte Käßler. „Möglicherweise an unserer bisherigen örtlichen Vermittlungsstelle, um dann wenigstens für den G7-Gipfel eine vernünftige Versorgung anbieten zu können.“

Vor G7 Gipfel 2015: Wo soll der Mobilfunk-Mast hinkommen?

Gemeinderätin und Kirchmayer-Besitzerin Marianne Böhmer (Freie Wähler) erklärte dazu, dass sie der Telekom zwar nicht gekündigt, jedoch eine weitere Vergrößerung der Antenne, die seit mindestens 15 Jahren auf ihrem Dach montiert sei, abgelehnt habe. „Sie verschandelt das Bild des Hauses. Daran stören sich auch viele Gäste.“

Darauf ließ sich Käßler nicht ein. Er erinnerte aber daran, dass Mobilfunk eine privilegierte Infrastruktur sei und die Telekom auch ohne kommunale Genehmigung Antennen bis zu einer Höhe von 9,99 Metern aufstellen dürfe. Das Unternehmen verhandle bereits mit Interessenten, erklärte er auf Nachfrage von Gerhard Portele (Freie Wähler) – bislang ohne Ergebnis. Am liebsten wäre den Funkleuten eine Stelle mitten im Ort: „Am Sportplatz beispielsweise hätte die Anlage eine deutlich geringere Kapazität als am bisherigen Standort“, sagte Käßler. Nun sei es an der Gemeinde, Vorschläge zu bringen, „sie werden von uns ergebnisoffen bewertet und wir sehen dann, ob sie geeignet sind“.

Die Notwendigkeit dieses Vorhabens verdeutlichte er den Gemeinderäten mit einem Fakt, der für Erstaunen sorgte. „Jedes Jahr verdoppelt sich, auch wegen der riesigen Zahl der Smartphones das Volumen des Datenverkehrs im Mobilfunk.“ Das habe zur Folge, dass die Netze langsam aber sicher zulaufen. „Wir werden Standort-Überlegungen anstellen“, versprach Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD). Diese „behandeln wir aber zunächst nicht öffentlich“. Derzeit stehen im Dorf noch zwei weitere Mobilfunk- Antennen von E-Plus und D2: eine im Gewerbegebiet im Norden des Ortes, die andere beim Elektrizitätswerk Poettinger.

Alle Infos zum G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau finden Sie auf unserer G7 Themenseite. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir bereits zusammengefasst.

wk

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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