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Neu eingekleidet: So wie Klaus Straub von der Feuerwehr Partenkirchen sehen demnächst auch die Isartaler Einsatzkräfte aus.

G7-Gipfel: Neue Ausrüstung für Feuerwehr

Oberes Isartal - Der G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau ist das Zauberwort: Er ermöglicht es Mittenwald und Krün, kräftig in die Ausrüstung der Feuerwehren zu investieren.

Rot ist sie, aber auch blau. Mit silberfarbenen und neongelben Reflektoren. Auf moderne Schutzausrüstung können sich die Feuerwehren von Mittenwald und Krün freuen. Diese soll noch vor dem Sommer angeschafft werden, noch vor dem G7-Gipfel im Isartal. Dann stehen den beiden Gemeinden Fördergelder im fünfstelligen Bereich in Aussicht. Und das aus gutem Grund: Die Wehren sind im Rahmen des politischen Großereignisses gefordert.

„Es wird eine temporäre Feuerwache geben“, erläutert Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) mit Blick auf das Treffen der Vertreter der führenden Industrienationen am 7. und 8. Juni 2015 auf Schloss Elmau. Weil Merkel, Obama und Co. zu Besuch kommen, werden Feuerwehr-Container an einem Scheitelpunkt im Elmauer Tal aufgestellt. Der Name der Wache: „Rettungszentrum Nord“. Dorthin müssen die Gemeinden ihre neuen, zusätzlichen Fahrzeuge bringen. Dort werden die Bereitschaften stationiert. Und zwar aus einem simplen Grund, wie Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) erklärt: Innerhalb von zehn Minuten sollen die Kameraden in Elmau oder am Hotel Kranzbach sein, das gibt die festgelegte Hilfsfrist vor. Weil diese von den normalen Wachen nicht eingehalten werden kann, wird das Rettungszentrum Nord eingerichtet. Die Bereitschaft dort soll Schwarzenberger zufolge zwei Wochen laufen.

Der zusätzliche Aufwand bringt für Krün den Vorteil, dass es für die Schutzkleidung, die sowieso hätte erneuert werden müssen, nun den Zuschuss gibt. Kleidung für 50 aktive Kameraden umfasst die Sonderförderung in diesem Fall. Das heißt: Von den anstehenden 35 000 Euro werden wohl 23000 Euro vom Bund übernommen.

Vor G7-Gipfel 2015: Neue Kleider für alle Feuerwehrleute?

Der Bürgermeister würde gern einen Schritt weitergehen. Da die Ausrüstung zuletzt Ende der 1990er-Jahre ausgetauscht wurde, möchte er gerne für alle 65 Aktiven die neuen Kleider kaufen. Dafür müsste die Gemeinde weitere 15.000 bis 16.000 Euro ausgeben. Noch im Januar will Schwarzenberger das Thema deshalb auf die Tagesordnung im Gemeinderat bringen. „Wir müssen ja auch noch Angebote einholen“, die Textilien müssen anprobiert werden. Und so viel Zeit ist nicht mehr.

Bei den Nachbarn in Mittenwald soll die Investition, wie Bürgermeister Hornsteiner verdeutlicht, im Zuge der Haushaltsberatungen besprochen werden. Die Marktgemeinde möchte Ausrüstungen für 70 Einsatzkräfte anschaffen. Sie kosten 60000 Euro und wären voll förderfähig. Mittenwald kann also mit einem Zuschuss von 42 000 Euro aus dem Sondertopf hoffen.

Von dem Geldfluss ausgeschlossen ist jedoch Wallgau. „Unsere Kräfte besetzen die temporäre Wache in Elmau nicht“, erklärt Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU). Weil die Wallgauer nicht dabei sind, gibt es auch keinen Zuschuss für neue Kleider. Nicht schlimm, sagt Zahler. „Wir sind auch so schon recht gut aufgestellt.“

Alle Infos zum G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau finden Sie auf unserer G7 Themenseite. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir bereits zusammengefasst.

nah

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