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Informationen aus erster Hand gibt es für die Landwirte der Region im Krüner Kurhaus-Festsaal.

Polizei warnt Landwirte

G7-Gipfel: Warnung vor Tricksern und Täuschern

Krün - Das Katz- und Matz-Spiel zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften hat längst begonnen. Deshalb warnt die Polizei Landwirte davor, Gegnern des G7-Gipfels Flächen zu verpachten.

Sie waren 2007 in Heiligendamm der Ausgangspunkt von Randale und Verwüstungen. An „Spitzenzeiten waren bis zu 6000 Demonstranten in ihnen“, macht Peter Heigl vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd die nüchternen Zahlen greifbar. Die Rede ist von Demonstranten-Camps - die Basen der Gegner des G7-Gipfels. „Von hier aus gingen alle aggressiven und gewalttätigen Aktionen in Heiligendamm aus.“ Vier Stück waren es dort, zwei nahe dem Veranstaltungsort, zwei etwas außerhalb.

„Eine Keimzelle der Gewalt“, stellte Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) unverblümt am Freitag im Kurhaus bei einer Info-Veranstaltung zum Gipfeltreffen im Juni 2015 in Schloss Elmau klar.

„Die Polizei steht diesen wilden Campingplätzen sehr kritisch gegenüber“, verdeutlichte Heigl bei seinen Ausführungen zu polizeilichen Strategien und Planungen. Denn wie in Erfahrung gebracht wurde, „sind Versuche der Gegner da, um solche Flächen zu pachten.“

Was dem Landrat gar nicht behagt: „Ich bitte alle Landwirte unserer Region eindringlich, keine privaten Pachtverträge oder ähnliches mit Demonstranten abzuschließen“, betonte Anton Speer (Freie Wähler).

Zum G7-Gipfel: "Demonstranten werden versuchen, Veranstaltungen zu tarnen"

Angeblich soll’s bereits zu Täuschungsaktionen gekommen sein - und zwar laut Speer in Geretsried. „Dort wurde versucht, eine Open-Air-Veranstaltung anzumelden, die sich aber als verdeckte Flächengewinnung der Protestler erwies.“ Tricksereien, vor denen auch Schwarzenberger warnte. „Demonstranten werden versuchen, Veranstaltungen als Musik-Events oder Kinderzeltlager zu tarnen. Doch Heiligendamm hat gezeigt, dass dort durch Alkohol und Partys ein großes Sicherheitsrisiko entsteht.“ Und der Schaden dürfte durch Müll und zertrampelte Nutzflächen enorm sein.

Doch was können Eigentümer landwirtschaftlicher Grundstücke gegen diese teils anonyme Übermacht tun? Wer kommt dafür auf, wenn Felder als Camps missbraucht oder durch andere Aktionen zerstört werden? „Der Freistaat Bayern wird in Zusammenarbeit mit der Versicherungsbranche für alle Schäden in voller Höhe aufkommen“, versprach Wolfgang Wintzer vom bayerischen Landwirtschaftsministerium. „Und zwar ohne Obergrenze“, erläuterte er das sogenannte Schadensausgleichskonzept.

Aufkommen wird der Freistaat für alle Schäden, die durch Demonstranten, Beamte, Einsatzkräfte oder Journalisten zwischen dem 1. Mai und 15. Juni verursacht werden. Selbst für Ernte-Ausfall soll’s Fördermittel geben. Dabei stellte Wintzer allerdings klar, dass trotzdem das „Verursacherprinzip“ gelte - sprich: Derjenige, der etwas zerstört, muss dafür haften. Da es aber „bei hunderten oder gar tausenden nicht möglich sein wird, einzelne zur Rechenschaft zu ziehen“, soll eine direkte Kontaktperson im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen eingeteilt werden. „Sie ist dann für alle Probleme der erste Ansprechpartner.“ Diese „zentrale Anlaufstelle für alle Geschädigten“ ist Wintzer besonders wichtig. Damit sie nicht von „Pontius zu Pilatus laufen müssen“.

Alle Infos zum G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau finden Sie auf unserer G7 Themenseite. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir bereits zusammengefasst.

joho

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