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Auf dieser Fläche könnten während des Gipfels 1000 Demonstranten campieren.

Erster Etappensieg der Demonstranten

Gipfel-Gegner haben Camp-Fläche gefunden

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Garmisch-Partenkirchen -  Hart gekämpft haben die Demonstranten für ein Camp, die Gemeinden dagegen. Nun gibt's eine Privatfläche. Doch ein Sieg ist das für die Gegner noch nicht.

Nach Angaben des Aktionsbündnisses „Stop G7 Elmau“ ist ein Pachtvertrag unterschrieben. 1000 Demonstranten sollen während des Gipfels Platz in Zelten und Gemeinschaftsunterkünften finden. Das 7000 Quadratmeter große Areal an der Loisach, Gemarkung Martinswinkl, gelegen, gehört dem Garmisch-Partenkirchner Gastwirt R., der auf dem Wank die Gamshütte betreibt. Er hat den G7-Gegnern diese Fläche, die ein Partenkirchner Landwirt bewirtschaftet, für die Gipfelzeit überlassen.

R. bei dem gestern zahlreiche Fernsehsender und überregionale Printmedien anriefen, zeigte sich bei der Frage, was ihn dazu bewogen habe, sehr wortkarg. Nur soviel: Er habe drei kleine Kinder, die gesund aufwachsen und die in ihrem Leben kein Nestlè-Wasser trinken sollen. Zudem sei er gegen das Freihandelsabkommen TTIP, über das gerade die Europäische Union (EU) und die Vereinigten Staaten von Amerika verhandeln.

Zudem verstehe er die ganze Aufregung nicht. Er habe Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin bereits vor drei Monaten von seinem Plan in Kenntnis gesetzt. Nach dieser Aussage beendete Raubal das Gespräch.

Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) bestätigt, dass es dieses Treffen gegeben habe. R. hatte bei ihr vorgesprochen, um Unterstützung zu erbitten, da er wegen der Grundstücke rund um die Gamshütte mit den Bayerischen Staatsforsten im Clinch liege. Dabei ließ er Meierhofer wissen, dass er erwäge, seine Fläche den G7-Gegnern zur Verfügung zu stellen. „Ich habe an ihn appelliert, sich diesen Schritt gut zu überlegen“, sagt Meierhofer.

Ihr Appell blieb ungehört. Beim Markt ging am Montagnachmittag der Antrag der Gipfelgegner ein. Laut Gemeindesprecher Florian Nöbauer wird dieses Papier jetzt vom Ordnungsamt geprüft und alle relevanten Stellen, unter anderem die Naturschutzbehörde und das Wasserwirtschaftsamt, gehört. „Die Fläche liegt im Außenbereich“, sagt Nöbauer. Weit und breit gibt es keinen Wasser- und Stromanschluss oder sanitäre Anlagen. Das Aktionsbündnis muss Auflagen bei Brandschutz- und Naturschutz, Abwasser- und Abfallbeseitigung sowie Lebensmittelhygiene erfüllen.

Wann ein Bescheid ergeht, ist völlig offen. „Wir benötigen eine rechtssichere Entscheidung, die Bestand hat. Deshalb muss sehr sorgfältig gearbeitet werden“, erklärt Nöbauer. Dieser Ansicht ist auch Meierhofer. „Wir brauchen gute Gründe. Meine persönliche Meinung zu den Camps ist bekannt.“ In der Vergangenheit hatte sich die 59-jährige Rathauschefin immer dagegen ausgesprochen. Auch bei den Anrainern des Grundstücks in der Nähe des Längenwang hat das geplante Camp helle Aufregung ausgelöst. „Bei uns sind etliche Beschwerdebriefe eingegangen“, räumt Nöbauer ein.

Peter Reinbold

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