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Zwei Fachfrauen: Referentin Daniela Aichner (l.) und Sabrina Blandau, Geschäftsführerin der Alpenwelt Karwendel.

Wie können Vermieter Gäste zur Buchung animieren?

Die ganze Welt als Konkurrent

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Krün - Es ist ein Aspekt des G7-Marketing-Konzepts der Alpenwelt Karwendel: Mit Seminaren will man Vermieter über wichtige Themen informieren. Diesmal ging es um den Internet-Auftritt für Ferienwohnungen. 

Erwartungsfroh sitzen sie auf ihrem Platz im Krüner Kurhaus, Zettel und Stift schon auf den Tischen drapiert. Der Beamer wirft bereits die erste Folie an die Wand. Eine, auf der ein Name steht: Daniela Aichner. Die Beraterin für Hotel-Marketing, die auch größere Häuser betreut, geht diesmal auf kleinere ein. Rund 40 Vermieter aus dem Isartal sind gekommen. Voller Neugier und Wissensdurst, wie sie ihr Unterkünfte im Internet anpreisen können.

Zum zweiten Mal hat die Tourismus-GmbH Alpenwelt Karwendel ein Seminar organisiert. „Das gehört zum G7-Marketing-Konzept“, erklärt Geschäftsführerin Sabrina Blandau. Ziel sei es, die Vermieter über relevante Themen zu informieren. Zum Beispiel wie an diesem Abend über die Vermarktung ihrer Ferienwohnungen im Netz.

Fachfrau Aichner, die bei der Firma Kohl & Partner mit Hauptsitz in Villach (Österreich) arbeitet, wollte die Anwesenden aber nicht gleich mit ihrem Experten-Wissen überschütten, sondern vermittelte Schritt für Schritt Grundlagen und versuchte, den Vermietern die große Bedeutung des Internets für den Tourismus einzutrichtern. „Auf dem Markt ist der Teufel los“, verdeutlichte sie. Ein Trend, dem man sich nicht mehr verwehren kann. Das belegen auch Statistiken. 80 Prozent aller Deutschen seien online. Die größte Zuwachsrate liegt bei der Generation 60 plus. Heißt konkret: Nicht nur junge Menschen bewegen sich in der virtuellen Sphäre.

Doch wie können sich Vermieter bei dem riesigen Angebot im Internet Aufmerksamkeit verschaffen und Gäste dazu bewegen, ihre Unterkunft zu buchen? Viele Punkte spielen mit rein, weiß Aichner. Zum Beispiel die eigene Homepage. Ihre Tipps: Persönlichkeit schaffen, auf Alleinstellungsmerkmale aufmerksam machen, die Webseite auf Benutzerfreundlichkeit prüfen, mit aktuellen Bildern arbeiten und so den „Wow-da-will-ich-hin-Effekt“ wecken. „Eine Hausfassade allein ist kein Buchungsgrund“, stellte sie klar.

Ein weiterer wichtiger Auspekt ist die Online-Buchbarkeit. Laut Aichner wurden im vergangenen Jahr 30 Prozent aller Buchungen online getätigt. Egal, ob die Anbieter auch auf anderen Portalen ihre Ferienwohnungen vermieten, „die eigene Webseite ist die wichtigste“. An zweiter Stelle kommt im Fall der Isartaler die Plattform der Alpenwelt Karwendel, auf der sie mit ihren Häusern ebenfalls vertreten sein können. Derzeit ist die Zahl noch überschaubar, bilanziert Blandau auf Tagblatt-Nachfrage. „Wir haben auf der Webseite der Alpenwelt Karwendel rund 20 Betriebe, die online buchbar sind.“ Das entspricht etwa 2,5 Prozent der Häuser, die dort inserieren. Insgesamt 147 Online-Buchungen wurden 2015 generiert, mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von fünf Tagen. Um sich wirklich Erfolgschancen ausrechnen zu können, ist es aber auch nötig, auf Bewertungsplattformen aufzutauchen, die Suchmaschine Google richtig einzusetzen und vor allem, die kostenlose Werbe-Variante zu bedienen: die sozialen Netzwerke, in erster Linie Facebook. Dort tümmeln sich potenzielle Gäste, und zwar anders als viele vielleicht meinen, auch ältere. „53 Prozent der Generation 55 plus sind auf Facebook“, schilderte Aichner, die auf jede Antwort der Seminar-Teilnehmer einging. Und die haben jetzt das Grundlagen-Handwerkszeug erhalten, um ihre Buchungszahlen in die Höhe zu treiben.

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