Inspiration im ehemaligen Kloster: (v. l.) Brunhilde May vom Amt für Ländliche Entwicklung mit ihren Wallgauer Seminar-Teilnehmern Walter Brackenhofer, Florian Holzer, Klaus Weinert, Matthias Breith, Dennis Wrba, Karl Dilfer, Petra Schandl, Georg Simon, Kathrin Simon, Albert Holzer, Jakob Neubauer, Alois Fichtl, Monika Wörnle und Bürgermeister Hansjörg Zahler. Foto: fkn

Ein ganzes Dorf wird Ideengeber

Wallgau - Das Thema Dorfplatz hat in Wallgau schon zwei Bürgermeister verschlissen. Nun möchte Hansjörg Zahler die harte Nuss mit Hilfe der Bevölkerung knacken.

Die einen holen sich Inspiration in Wildbad Kreuth, die anderen in Kloster Irsee. 14 Wallgauer wiederum hat es vor kurzem ins Schwäbische verschlagen, genauer gesagt: nach Thierhaupten. Dort gingen die entschlossenen Isartaler für eineinhalb Tage hinter den dicken Mauern einer ehemaligen Benediktiner-Abtei in Klausur. „Wir wollen den gordischen Knoten lösen“, bringt es Bürgermeister Hansjörg Zahler auf den Punkt. Damit zielt der CSU-Politiker auf das Wallgauer Dauer-Reizthema Dorfplatz ab. Seit 20 Jahren versuchen die Gemeindeväter im Verbund mit der Raiffeisenbank eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Doch deren zentrale Immobilie, der „Kirchenböbl“, lässt sich schwer vermarkten, sagt zumindest Bank-Chef Peter Reindl. Und nicht zuletzt deshalb geht’s mit der vielfach propagierten Umgestaltung des Areals zwischen Gasthof Isartal und Hotel Post eher schleppend bis gar nicht vorwärts.

Doch nun soll’s endlich besser werden. Ein Ergebnis der Kloster-Tagung: die Bildung von drei Arbeitskreisen in Wallgau, an denen alle Bürger mitwirken können. Sie sollen dann spätestens ab Herbst die Bereiche Nahversorgung, Dorfplatz und Tourismus beackern. „Wer Interesse hat, soll sich melden“, ruft Zahler alle Wallgauer zur Mitarbeit auf. Getreu dem Motto: Viele Bürger, viele Ideen. Vielleicht kommen dann auch Anregungen und Denkanstöße von Thierhaupten wie ein Golf- oder Familienhotel, die Verlegung des Golfplatzes oder die Aufwertung des Ortszentrums zur Sprache.

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