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Seltsamer Anblick: eine laufende Schneekanone auf der tief verschneiten Piste.

Nicht alle Pisten sind geöffnet

Skigebiet tief verschneit - trotzdem laufen die Schneekanonen 

Auf den ersten Blick stellt man sich die Frage: Warum muss angesichts der starken Schneefälle derzeit eine Piste beschneit werden? Die Bayerische Zugspitzbahn nennt den Grund.  

Garmisch-Partenkirchen – Auf 1,70 Meter haben sich am Donnerstag die Schneemassen im Classic-Skigebiet in Garmisch-Partenkirchen getürmt. Und trotzdem liefen die Kanonen. Wer meint, dass das angesichts der vielen Flocken der vergangenen Tage mehr als seltsam ist, der irrt. Für die Beschneiung gibt es für die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) einen guten Grund: „Der Schnee ist zu pulvrig“, erklärt Sprecherin Verena Lothes.

Deshalb wurde am Donnerstag der untere Teil der anspruchsvolleren Horn-Abfahrt beschneit. Das technisch hergestellte Weiß eigne sich viel besser, um die – langfristige – Grundlage für den Skibetrieb zu schaffen. Gerade dort, wo bei der Präparierung viele Mulden und Kuhlen ausgeglichen werden müssen.

Prinzipiell haben die BZB-Verantwortlichen kein Problem mit dem Wetter. Im Gegenteil: „Wir sind ein Skigebiet – da ist Schnee grundsätzlich gut“, sagt Lothes. Sie betont: „Die Pistenverhältnisse sind sehr gut.“ Angesichts der Nachrichten aus anderen Gebieten, in denen Lifte stehen oder ganze Skigebiete gesperrt werden, wenden sich viele Wintersportler an die BZB – per Telefon oder Mail. Und würden sich entsprechend über die positiven Nachrichten freuen. Auch wenn es Einschränkungen gibt. Am Donnerstag sei im Classic-Gebiet zum Beispiel nur der Bereich vom Kreuzeck bis ins Tal geöffnet gewesen. Das habe Lothes zufolge die Lawinen-Kommission so entschieden. Jeden Tag schauen sich die Experten die Lage genau an. Grundsätzlich gilt derzeit aber einmal mehr, nicht abseits der präparierten Pisten zu fahren.

Das ist der aktuelle Stand zu den Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen:

Im besonderen Fokus ist stets die Kandahar: Dort kommen am Montag die Verantwortlichen des Internationalen Skiverbands FIS zur so genannten Snow-Control zusammen. Sie schauen, ob die Bedingungen zur Ausrichtung von Weltcup-Rennen erfüllt sind. Ein Termin, der in der Vergangenheit – wenn kein Schnee lag – für Peter Fischer, Chef des Skiclubs Garmisch, mitunter schwierig war. Heuer ist das nicht so: Schließlich bleiben den Organisatoren und den vielen Helfern noch fast zwei Wochen, bis der Damen-Skizirkus in der Marktgemeinde Station macht. Trotz des vielen Schnees soll bis Sonntag die Zuschauer-Tribüne stehen. Ab Montag beginnt dann die intensive Vorbereitungszeit, in denen zum Beispiel die Schutz-Netze komplettiert werden. Außerdem gilt es, die Infrastruktur im Zielbereich, etwa Zelte, aufzubauen. Ab Montag übernächster Woche ist dann die gesamte Mannschaft des SC auf den Beinen.

Angesichts der verbleibenden Tag zeigt sich Fischer ganz entspannt: Als Skiclub-Chef hat er in Garmisch-Partenkirchen schon viel erlebt. Dass Weltcup-Rennen wegen zu viel Schnee abgesagt werden müssen, nicht.  

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