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Seine Nachprimiz feiert Adrian Zessin (Mitte) in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Partenkirchen.

Große Feier in Maria Himmelfahrt

Nachprimiz in der zweiten Heimat

Garmisch-Partenkirchen - Zwei Jahre lang hat Adrian Zessin in der Pfarrei Partenkirchen sein Pastoralpraktikum absolviert. Nach seiner Priesterweihe vor einer Woche hat er in Maria Himmelfahrt nun seine Nachprimiz mit zahlreichen Gläubigen gefeiert.

Zur zweiten Heimat ist ihm zwei Jahre lang die Pfarrei Partenkirchen geworden, zwei Jahre, in denen er hier nach dem Priesterstudium sein Pastoralpraktikum absolvierte. Darum war es für Adrian Zessin (30) auch selbstverständlich, dass er am Sonntag in der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt seine zweite Heilige Messe, die „Nachprimiz“, zelebrierte. Nur acht Tage vorher hatte er im Freisinger Mariendom die Priesterweihe empfangen und tags darauf in seiner Heimat Thalkirchen mit der Primiz seine Premiere am Altar gefeiert.

Bei dem in der Partenkirchner Pfarrkirche von Wolfgang Amadeus Mozarts „Krönungsmesse“ musikalisch prächtig umrahmten Festgottesdienst sah man nach dem Einzug der Geistlichkeit und zahlreicher Fahnendelegationen der örtlichen Vereine als Ehrengäste Garmisch-Partenkirchens 2. Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) und Martin Wohlketzetter (Farchant/SPD) sowie viele andere Gläubige aus den drei Gemeinden des Pfarrverbands Partenkirchen-Farchant-Oberau, dem ja immerhin mehr als 12 000 Katholiken angehören. In seiner kurzen, aber eindrucksvollen Predigt knüpfte Zessin an das Tagesevangelium an, in dem der Evangelist Lukas von der Aussendung einer Gruppe von 72 Jüngern berichtet mit Jesus’ Auftrag, die frohe Botschaft in die ganze Welt zu bringen, wobei Christus ankündigt, dass die Ernte groß sein werde. „Dennoch fordert er die Jünger gleichzeitig auf, keinen Geldbeutel mitzunehmen, keine Vorratstasche, nicht einmal Schuhe“. Übersetzt für uns heutige Menschen bedeute dies, dass Geld zwar die Welt regiere, es jedoch keiner irdischen Mittel bedürfe, um das Evangelium in aller Welt zu verkünden. „Verbunden damit ist die Botschaft Jesu auch, dass jeder Mensch seine persönliche, unantastbare Würde hat, unabhängig davon, was er besitzt“.

Zum Ende des Gottesdienstes war es dann eine besonders nette Szene, als ein paar dutzend Kinder aller drei Pfarreien fröhlich an den Altar gingen und dem neuen Kaplan einen riesigen, selbst gefertigten Wandteppich überreichten, auf dem ein großer Fisch umgeben von einer Schar fröhlicher Kinder samt deren schriftlich verfassten guten Wünschen für die Zukunft des jungen Priesters zu sehen ist: „Du sollst ein guter Menschenfischer sein“, sagte Gemeindereferentin Susanne Weber zusammenfassend. Die Kinder zitierten lauthals all ihre Wünsche, beispielsweise „Dass Du in der neuen Pfarrei gut aufgenommen wirst“. Lautes Gelächter freilich quittierte den Wunsch „dass Du gute Nerven hast“.

Nach dem abschließenden Te Deum folgte dann mit dem erstmaligen Pfarrfest aller drei Verbands-Gemeinden der gemütliche Teil des Tages im eigens vom Volkstrachtenverein „Werdenfelser Heimat“ aufgebauten Festzelt zwischen Tiefgarage und Pfarrheim: Unter der Leitung von Alexander Kaufmann spielte die Musikkapelle Farchant auf, später gesellte sich dann die Filser-Musi hinzu, es gab Brotzeit und Getränke aller Art, für die Kinder war draußen vor dem Zelt ein Spielparcours mit acht Stationen aufgestellt. Am späteren Nachmittag präsentierte sich der „Zirkus Pfarrelli“ mit seinen artistischen Künsten. Drinnen war der Primiziant zeitweise dicht umlagert, denn die Gratulationen von Bürgern und Vereinen wollten kein Ende nehmen, ehe er zum Abschluss des Festes in der Pfarrkirche vielen Gläubigen erneut den begehrten Primizsegen spendete, einzeln und durch Handauflegen.

Bilder: Nachprimiz in der zweiten Heimat

Partenkirchen ist übrigens für Zessin noch nicht Vergangenheit, denn in den kommenden zwei Wochen bleibt er noch in seiner Ausbildungspfarrei, jetzt freilich als Priester und Stellvertreter des urlaubenden Pfarrers Andreas Lackermeier.

Wolfgang Kaiser

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