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Beeindruckende Bilder: (v.l.) Klaus Mairinger beim Pressetermin mit Josef Mittermeier (Elektro Mittermeier), Vize-Bürgermeister Wolfgang Bauer und Barbara Hostmann (GaPa-Tourismus) schauen sich die Panoramen an.

Weltweit 140 der Anlagen installiert

Neue Kameras für ein gestochen-scharfes Panorama

Garmisch-Partenkirchen - Alle fünf Minuten ein frisches Foto: Das liefern neue, spezielle Panorama-Kameras in Garmisch-Partenkirchen. Dafür wurde einiges investiert. Touristiker und Gäste sind aber begeistert.

Unscharfe Internet-Bilder, auf denen kaum etwas zu erkennen ist: Sie sind in Garmisch-Partenkirchen Geschichte. Denn vor kurzem wurden in der Marktgemeinde an drei Standorten Panomax-Kameras installiert, die bestechend scharfe Live-Bilder liefern. Zum Beispiel auf der Skisprungschanze. Dort fand auch der offizielle Übergabetermin statt.

Von der hochmodernen 360-Grad-HD-Kamera war Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) genauso begeistert wie Josef Mittermeier, dessen Elektro-Firma mit der Installation beauftragt war, oder auch Elisabeth Brück und Barbara Hostmann von Gapa-Tourismus. Sie erfuhren, dass die Anlage alle fünf Minuten per Rundumschwenk neue Panorama-Bilder produziert. „Zu dieser technischen Leistung kann ich nur gratulieren“, sagte Bauer in luftiger Höhe. Den Standort findet auch die Salzburger Firma Visit, die die Panomax baut, besonders: „Es handelt sich um die erste Kamera, die auf einer Skisprungschanze in Deutschland installiert ist“, unterstrich Firmenvertreter Klaus Mairinger. Das sei für Garmisch-Partenkirchen ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.

Mairinger hatte für den Ortstermin hoch über Garmisch-Partenkirchen meterlange Poster ausgedruckt. So konnten neben dem Panorama von der Olympia-Skisprungschanze auch die Ergebnisse, die die bereits installierten Kameras auf dem Kongresshaus- und dem Rathausdach liefern, nebeneinander betrachtet werden.

„Seit circa zehn Tagen sind jetzt alle drei Kameras in Betrieb. Und das erste Feedback unserer Gäste ist grandios“, erklärte Barbara Hostmann vom Online-Ressort bei GaPa–Tourismus. „Kein Wunder, das ist im Vergleich mit den zuvor verpixelten Ansichten wie Tag und Nacht“, ergänzte Bauer. Der Tourismusort habe auf diesem Gebiet „hinterhergehinkt“ – weshalb die Investition in Höhe von 36 000 Euro gerechtfertigt sei.

Nachdem vor zwei Jahren die Entscheidung für die Neuanschaffung gefallen war, hatte Hostmann zielgerichtet gesucht. Schnell war sie von Angebot und Qualität der österreichischen Firma überzeugt, „deren Kameras ja für die Zugspitzbahn AG bereits von Zugspitze, Wank und Alpspitze bestechende Bilder liefern“. Weltweit sind bereits 140 ihrer Anlagen installiert.

Visit hat die Hardware entwickelt und vertreibt die Kameras. Die Software stammt von Entwicklern in Wien. Und die hat es in sich: Die Kameras verfügen über eine Sprachauswahl, Facebook- und Twitter–Anbindung sowie Archiv-Speicherung. Berge können beschriftet, Touren in Form von Linien eingezeichnet werden. Außerdem sind Bild-Downloads, Zeitraffervideos oder auch so genannte „BestShots“ möglich, bei denen per Mausklick eine Auswahl der schönsten Bilder erfolgt. Weiterer Vorteil: Auf den Live-Fotos können HotSpots, also Orte mit freiem Internet, angezeigt werden. Darin sieht Hostmann einen perfekten Gästeservice.

Aber auch die Hotellerie profitiert vom neuen Angebot. Denn jeder gewünschte Punkt im Ort kann mit Texten, Symbolen und Links ergänzt werden. „Die Werbemöglichkeiten, die für Gapa- Tourismus aus dem Panomax-System jetzt entstehen, sind unglaublich vielfältig“, sagt Hostmann und freut sich auf die Zukunft.

Margot Schäfer

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