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Klares Bekenntnis zum Ski-Weltcup

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Garmisch-Partenkirchen - Der Marktgemeinderat Garmisch-Partenkirchen stellt sich mit breiter Mehrheit hinter den Alpinen Ski-Weltcup bis in die Jahre 2016. Die Kommune fördert die jährlich vier Rennen mit rund einer halben Million Euro.

In der mehrstündigen konstruktiven Diskussion am Mittwochabend wurde auch deutlich, dass die Partner weitere Aufgaben vor sich haben.

Nach einer ausgiebigen Debatte stimmten 28 Gemeinderäte für eine finanzielle Förderung des Alpinen Ski-Weltcups, 1 Vertreterin votierte dagegen. Demnach zahlt die Kommune in den Jahren 2013 und 2014 bis zu 480.000 Euro für die Ausrichtung von jeweils zwei Herren- und Damenrennen auf der Kandahar an die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG (BZB). Das Unternehmen stellt unter anderem Beschneiungs- sowie Sach- und Dienstleistungen, Ausfälle von Einnahmen und Tickets für Sportler und Helfer in Rechnung. In den Jahren 2015 und 2016 ist die Gemeinde bereit, maximal 530.000 Euro zu überweisen. Grundlage des Beschlusses waren Abrechnungen der Zugspitzbahn sowie des Organisationskomitees zur Durchführung von Ski-Weltcuprennen in Garmisch-Partenkirchen e.V.

Der Präsident des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), Alfons Hörmann, gab aus seiner Sicht ein klares Bekenntnis für den Weltcup-Standort Garmisch-Partenkirchen ab. Hörmann hatte die Grundsatz-Diskussion über die Zukunft der Rennen im Januar angestoßen, als er scharfe Kritik an den finanziellen Forderungen der Bergbahn geübt und an den Gegnern der Veranstaltungen im Ort geübt hatte. Er hatte den Weltcup-Standort sogar in Frage gestellt.

Mehrfach forderten Gemeinderäte in der Diskussion, die viele Bürger im voll besetzten Zuschauerraum verfolgten, die Anstrengungen in der Werbung für den Weltcup zu verstärken und damit die Wertschöpfung zu erhöhen. Auch BZB-Vorstand Matthias Stauch machte sich dafür stark. Vor allem soll Wintersportlern deutlich gemacht werden, dass sie auch während der Weltcup-Wochenenden im Skigebiet Garmisch Classic beste Bedingungen vorfinden und zudem aus nächster Nähe das Rennen verfolgen können.

Einig waren sich DSV-Präsident Hörmann, der Vorsitzende des Skiclubs Garmisch, Peter Fischer, und Vertreter des Gemeinderates, dass sich der DSV beim Internationalen Ski-Verband FIS weiter für Slalom-Rennen am berühmten Gudiberg einsetzen soll. Im bisher vorliegenden vorläufigen Kalender der FIS ist Garmisch-Partenkirchen bis 2016 mit jeweils vier Rennen auf der Kandahar vertreten.

Matthias Holzapfel - berichtet live aus dem Rathaus

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