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Hatten Spaß auf der Bühne: Wintersport-Legende Christian Neureuther (r.) und Moderator Jürgen Rixgens

Festakt mit besonderen Gästen

50 Jahre Klinikum: Die Goldmedaille für den Mediziner

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Kompetent, innovativ, sympathisch – unter diesen drei Schlagworten präsentiert sich das Klinikum Garmisch-Partenkirchen zu seinem 50-jährigen Bestehen. Dazu passte der Festabend mit zwei besonderen Gästen am Freitag.

Garmisch-Partenkirchen– Ein Zeitzeuge war vor Ort. Zumindest ein Indirekter. Sehr lebhaft, gewürzt mit einer Prise Humor, schilderte Christian Neureuther beim Festabend zum 50-jährigen Bestehen des Klinikums Garmisch-Partenkirchen den Blick zurück auf die Anfänge. Die erlebte er über seinen Vater, Dr. Gottfried Neureuther, hautnah mit. „Für ihn war die Eröffnung des Kreiskrankenhauses das Gleiche wie der Gewinn einer Goldmedaille für einen Sportler.“

Gerade diese Anfangszeit habe den Alltag der Familie des Chefarztes der Inneren Medizin beeinflusst. „Vor allem meine Mutter war sehr nervös“, erinnerte sich der frühere Skistar. Sein Vater und Professor Fritz Lechner, der Visionär, der dafür sorgte, die drei Krankenhäuser in Garmisch-Partenkirchen sowie die aus Mittenwald und Oberammergau unter einem Dach zu vereinen, „waren Ärzte aus Leidenschaft“. Fast hätte sich auch der Sohn für diesen Berufsweg entschieden. Letztlich war er aber nicht so „medizinnarrisch“ wie der Senior, sondern eben sportbegeistert.

Dem Haus, an dessen Anfänge er sich gut erinnert, ist Neureuther nach wie vor eng verbunden. „Es sind tolle Menschen, die dieses Haus geprägt haben“, betonte er. „Ich bin stolz drauf.“ Auch darauf, dass sein Enkel Oskar an der Auenstraße das Licht der Welt erblickt hat. Ein Foto beweist, was für ein Freudentag seine Geburt 2013 für die ganze Familie gewesen.

Es sind solche Geschichten, die den Abend besonders machten. Einen Abend, an dem das Klinikum und die Menschen im Mittelpunkt standen, die „eine Erfolgsgeschichte“ geschrieben haben. „Das war nur möglich“, sagte Landrat Anton Speer (Freie Wähler), „weil alle an einem Strang gezogen haben.“

Auch die Soul-Stücke der „Munich Allstars“ trugen zur guten Stimmung bei. Und die Präsentationen von Geschäftsführer Bernward Schröter sowie von den Chefärzten Dr. Christian Fulghum (endogap) und Privatdozent Dr. Clemens Stockklausner (Kinder- und Jugendmedizin) und Pflegedirektorin Gisela Gehring. Sie alle machen deutlich, dass im Klinikum der Mensch am wichtigsten ist – kompetent, innovativ, sympathisch eben, passend zum Motto des runden Geburtstags. „Wir versuchen, unseren Patienten Lebensqualität zurückzugeben“, unterstrich Fulghum. Die kurzen Filme, die über die Ärzte und ihre Abteilungen gezeigt werden, sind ein Vorgeschmack auf den neuen YouTube-Kanal des Hauses. „Wir wollen die Namen und die Persönlichkeiten, die für unser Klinikum stehen, bekannt machen“, erklärte Schröter. Sicher auch ein Weg, um auf das Krankenhaus aufmerksam zu machen. „Das Thema Fachkräftemangel wird uns in Zukunft stark beschäftigen.“

Genau wie das Thema Alter. Passend dazu hatte das Klinikum Professor Sami Haddadin eingeladen, der den Festgästen seine Visionen von Assistenzrobotern darlegte. Eine Technologie, die unter anderem dazu führen soll, die Selbstbestimmung im Alter zu erhalten und möglichst zu verbessern. Die aber auch bei der frühzeitigen Mobilisierung von Patienten helfen kann. Die Möglichkeiten sind vielfältig und werden jetzt in Garmisch-Partenkirchen erforscht.

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