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Kinder aus finanzschwachen Familien müssen auf vieles verzichten, was für Gleichaltrige normal ist.

Beeindruckende Zwischenbilanz der Tagblatt-Weihnachtsaktion

59.872 Euro, die Kinderarmut im Landkreis Garmisch-Partenkirchen lindern

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Kindern ein Stück weit eine unbeschwerte und fröhliche Kindheit ermöglichen, das ist das Ziel der Tagblatt-Weihnachtsaktion. Auf den Spendenkonten der Bürgerstiftung, die bis ins neue Jahr geöffnet bleiben, sind schon 59 872 Euro eingegangen. Ein stolzer Betrag.

Landkreis – 127,60 Euro – eine vergleichsweise geringe Summe, wenn man den aktuellen Stand auf den Spendenkonten der Tagblatt-Weihnachtsaktion anschaut. Genau dieser Betrag fehlt aber noch, um die 60.000-Euro-Marke zu knacken. Dass die noch in diesem Jahr fällt, davon ist Peter Reinbold, Redaktionsleiter des Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatts, überzeugt. Er ist immer wieder beeindruckt, wie großzügig die Leser sind.

Seit Jahrzehnten engagiert sich die Heimatzeitung für karitative Projekte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und kann stets eine stattliche Summe für den guten Zweck ausschütten. „Dieses Engagement ist uns wichtig“, betont Reinbold. Schließlich „sind meine Kollegen und ich in der Region stark verwurzelt und wollen ihr auch etwas zurückgeben“.

Eine ähnliche Motivation treibt Ulrich Willburger, Vorsitzender der Bürgerstiftung Mehrwert, an. „Das ist schon in unserer Satzung verankert“, unterstreicht der Seehauser. Darin steht, dass Gemeinsinn und Engagement der Landkreisbürger gefördert und gestärkt werden soll. Ein Ansatz, zu dem die diesjährige Tagblatt-Weihnachtsaktion perfekt passt. Mit dem Geld, das bis ins Neue Jahr hinein gesammelt wird, soll Kinder aus finanziell schwachen Familien geholfen werden. Diesen Mädchen und Buben „wollen wir ein Stück weit eine normale, unbeschwerte und fröhliche Kindheit ermöglichen“, erklärt Reinbold das Ansinnen. Denn „arm zu sein heißt, auf vieles verzichten zu müssen, was für Gleichaltrige zum Aufwachsen dazugehört“.

59.872,40 Euro sind aktuell auf den Konten der Bürgerstiftung, die seit ihrer Gründung 2005 als Partner des Tagblatts die jährlichen Weihnachtsaktionen unterstützt, eingegangen. Eine stolze Summe, die aber noch um einiges weitersteigen soll. „Wir nehmen auch in den kommenden Wochen noch gerne Spenden an“, sagt Willburger. Ziel sei es schließlich, eine möglichst große Summe einzunehmen, um Kinderarmut im Landkreis zu lindern.

Von dem Geld, das bei der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen oder der VR-Bank Werdenfels (siehe Kasten) eingeht, werden zum einen betroffene Familien unterstützt. Der Beitrag, der an deren Kinder fließt, wird mit Hilfe der Sozialverbände ausgeschüttet. „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die Spende auch bei den Mädchen und Buben ankommt“, sagt Willburger. Außerdem streben er und seine Mitstreiter an auch Projekte, die sich dem Kampf gegen Kinderarmut widmen, zu fördern. „Dass wir ihnen durch die großzügigen Spenden der Tagblatt-Leser helfen können, finde ich wunderbar.“ Entscheidend für ihn ist, ihnen ein Stück Normalität zu schenken.

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