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Rote Rosen zum bestandenen Abi gab’s heuer für die 18 Schülerinnen der St.-Irmengard-Fachoberschule. Bereits nächstes Jahr dürften sich auch junge Männer auf dem Abschlussbild befinden – dann nämlich legen sie ebenfalls ihr Fachabitur in Garmisch-Partenkirchen ab.

Endlich geschafft!

St.-Irmengard-FOS: 18 Abiturientinnen heben ab

Geschafft! 18 Schülerinnen der St.-Irmengard-FOS in Garmisch-Partenkirchen haben ihren Abschluss endlich in der Tasche. Es handelt sich heuer um den letzten Mädchen-Jahrgang. Ab Herbst dürfen erstmals auch Buben ihr Fachabitur an der Einrichtung machen.

Garmisch-Partenkirchen„Air Force One. Wir heben ab“ – dieses Motto hatten die 18 Absolventinnen der Erzbischöflichen St.-Irmengard-Fachoberschule (FOS) als Thema für ihren Verabschiedungsfestakt gewählt, der im Musikpavillon der Schule stattfand. Zuvor nahmen die Schülerinnen an einem festlichen Gottesdienst, zelebriert von den Pfarrern Josef Konitzer und Thomas Schmitt, teil. „Mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge starten wir ins Leben“, erklärte Schülersprecherin Hannah Klier. Bereits ihre Realschulzeit verbrachte sie an der katholischen Bildungseinrichtung. In der Schulgroßfamilie. Während ihrer Schulzeit habe sie vom ‚Irmengard-Feeling‘ stets profitiert, sagte sie: „Denn hier kümmert man sich um uns“. Das bestätigte auch Melanie Spörl, die zweite Schülersprecherin, die die Mittlere Reife-Prüfung in Schlehdorf abgelegt hatte, bevor sie an der Garmisch-Partenkirchner FOS weiterlernte. „Auf unsere Schulabschlüsse können wir alle mächtig stolz sein“, sagte sie bei ihrer Ansprache.

Ein Jahrgang mit vielen Besonderheiten

Auch Schulleiter Bernd Eiser hielt eine Rede. „Dieser Jahrgang hat mehrere Besonderheiten“, sagte er zu Beginn. Es sei der erste, der nach der staatlichen Anerkennung die Abschlussprüfung im eigenen Haus, in eigener Regie ablegen durfte und bei dem alle Mädchen den Abschluss geschafft haben. Außerdem „wird es der letzte ohne Buben sein“. Der Zuspruch für die FOS sei enorm, deshalb werde es im Herbst auch zwei Klassen geben. Ein Drittel davon sind Buben.

Eiser lobte die Beharrlichkeit von Gymnasialschulleiter Otmar Würl, der zäh für eine FOS in Garmisch-Partenkirchen unter dem Dach der Erzdiözese gekämpft hatte. Dieses Engagement würdigte auch Landrat Anton Speer in seinem Grußwort. „Die FOS als Nahtstelle zwischen Schule und Wirtschaft ist eine absolute Bereicherung“, sagte er. „Dank Ihnen ist sie auf einem guten Weg“. Auch die Bürgermeisterin der Marktgemeinde, Dr. Sigrid Meierhofer, fand warme Worte. Sie lud die jungen Frauen ein, nach ihrer Ausbildung oder dem Studium in den Landkreis zurückzukommen. Denn der habe gerade im sozialen Bereich eine Menge zu bieten. Außerdem riet sie ihnen, den Augenblick in dem die Absolventinnen das Abi-Zeugnis in den Händen halten, zu genießen. „Man vergisst ihn nie.“

Rat vom Direktor: „Steckt euch Ziele, die euch fordern, aber nicht überfordern.“

Bevor die Zeugnisse jedoch überreicht wurden, ergriff der Schulleiter noch einmal das Wort. Als geübter Rhetoriker griff er die „Air Force One“, „das sicherste und bestbewachte Flugzeug der Welt“ auf. In diesem Zuge thematisierte er historische Leistungen US-amerikanischer Präsidenten wie Abraham Lincoln oder John F. Kennedy. Einen letzten Rat gab er anschließend den frischgebackenen Abiturientinnen mit auf dem Weg: „Steckt euch Ziele, die euch fordern, aber nicht überfordern.“ Als Beste im Wirtschaftszweig wurde übrigens Stefanie Lindauer mit Notendurchschnitt 1,6 ausgezeichnet. Das beste Ergebnis im Sozialzweig erreichte Deniz Dobhan mit 2,1.

Die Absolventinnen

Samira Al’Alawi (Garmisch-Partenkirchen), Julia Brunnthaler (Garmisch-Partenkirchen), Deniz Dobhan (Murnau), Tatjana Egginger (Farchant), Romina Heinrich (Garmisch-Partenkirchen), Franziska Huber (Garmisch-Partenkirchen), Pia Kasten (Oberau), Hannah Klier (Krün), Paula Königer (Ohlstadt), Stefanie Lindauer (Oberau), Katharina Müller (Garmisch-Partenkirchen), Antonia Neuner (Garmisch-Partenkirchen), Marie-Sophie Nothacker (Grainau), Marlene Pohl (Garmisch-Partenkirchen), Nicola Reindl-Haufellner (Garmisch-Partenkirchen), Aurelija Ruskyte (Garmisch-Partenkirchen), Melanie Spörl (Murnau) und Jennifer Zeh (Garmisch-Partenkirchen).

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