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Besingen ihren Abschluss in der Aula: die Musikcombo „Guade Belegschaft“ – ein Chor mit frischgebackenen Abiturientinnen 

Alle 78 haben es geschafft! 

Abiturfeier in St. Irmengard: „Jetzt geht der Trip erst richtig los!“

Sie haben fertig! Alle 78 Abiturientinnen des St.-Irmengard-Gymnasiums haben ihren Abschluss geschafft. In der Aula wurden sie feierlich verabschiedet. Dabei gab es Gelächter, Freudentränen und viele Fotos.

Garmisch-Partenkirchen – Hände schütteln, Blick in die Kamera und läääääächeln. Die Fotografen stehen Schlange. Alle wollen sie diesen Moment einfangen. Ihn für immer verewigen. Nein, dies ist kein Filmball oder einer Siegerehrung. Wobei... Letzteres trifft eigentlich doch zu. Denn ein Sieg ist es schon, der in der Aula des St-Irmengard-Gymnasiums in Garmisch-Partenkirchen gefeiert wird: Alle 78 Mädchen der zwölfen Klassen haben ihr Abitur in der Tasche. Endlich: das Lernen, das Bangen, die Nervenzusammenbrüche – sie haben sich gelohnt. Bei der offiziellen Verabschiedung war Direktor Otmar Würl im Dauereinsatz. Sobald er einer seiner Schülerinnen das Abitur-Zeugnis überreichte, sprang ein stolzes Elternteil auf, um auf den Auslöser zu drücken. Würl nahm’s gelassen: Freilich. Im Posen hat er Übung. Immerhin ist es nicht der erste Jahrgang, den er verabschiedet. „Wir können die Szenerien beliebig oft nachstellen, wenn Sie wünschen“, sagte er augenzwinkernd in Richtung Publikum.

Für den perfekten Schnappschuss hat’s das aber gar nicht gebraucht. Die frischgebackenen Abiturientinnen strahlten – fast allesamt in fescher Tracht – um die Wette. Bei einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,2 hatten sie auch gut lachen. „Ihr könnt wirklich stolz auf Euch sein“, sagte der Zweite Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) in seiner Rede. Farchants Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD) sagte anerkennend: „Dass Ihr was leisten könnt, habt Ihr mit Eurem Abschluss gezeigt.“ Als Stellvertreter des Landrats wolle er sich dafür einsetzen, dass die Abiturientinnen mit ihrer Qualifikation auch im Landkreis Karriere machen können – indem entsprechende Jobs geschaffen werden.

Wo auch immer es die nun ehemaligen St.-Irmengard-Schülerinnen in Zukunft hin verschlagen wird – ob an die Uni, ins Ausland oder direkt in den Beruf: „Ihr könnt immer auf Eure Eltern zählen“, sagte die Vorsitzende des Elternbeirats Melanie Kandsberger gerührt. Deren Tochter saß unter den Absolventinnen. Und die waren allesamt in bester Feierlaune. Das Publikum unterhielten sie mit Gesang sowie Darbietungen an Gitarre und Klavier. Unter anderem performte Julia Burkart ein Lied von Andreas Gabalier, Laura Sanktjohanser und Antonia Wiedemann überzeugten am Flügel.

Unterhaltungswert hatte auch die Rede von Laura Höck, Stella Fink und Eva Rothfuß, die das Engagement und die Geduld der Oberstufenkoordinatoren Walter Stuprich und Zäzilie Pointvogl lobten. „Engel waren wir keine“, gab Höck lächelnd zu. Auch der Einsatz von Würl, „der manchen Samstag opferte, um uns Mathematik näherzubringen“ hoben sie positiv hervor. „Wir finden es toll, dass wir Lehrer haben, die immer noch an Wunder glauben“, sagte Rothfuß. Ihren Erfolg haben sie und ihre Kolleginnen beim Abschlussball am Abend gefeiert. Getreu dem Motto: „ABITour – jetzt geht der Trip erst richtig los!“

Magdalena Kratzer

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