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Engagierter Arzt: Dr. Peter Gutsfeld wechselt zum Jahresende nach Ohlstadt.

Ein Chirurg auf Abwegen

Abschied vom Klinikum: Dr. Peter Gutsfeld wechselt in Reha-Einrichtung

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Garmisch-Partenkirchen - Es ist eine neue Herausforderung, der sich Dr. Peter Gutsfeld stellt. Der Leitende Arzt der Unfallchirurgie am Klinikum wechselt in den Rehabereich an die Ohlstadt-Klinik. Hintergrund für diesen Schritt ist auch, dass er mehr Zeit für Familie, Freunde und seine Hobbys haben will.

Leidenschaft. Die empfindet Dr. Peter Gutsfeld für seinen Beruf. Seine Mitarbeiter im Klinikum Garmisch-Partenkirchen und die Patienten liegen ihm am Herzen. „Ich habe immer und gerne gearbeitet, nie auf die Uhr geschaut und nicht die Stunden gezählt“, sagt der Trierer. Dass er dafür seine Familie, Freunde und auch seine Hobbys oft vernachlässigt hat, ist Gutsfeld bewusst. Auch wenn er den Gedanken daran lange beiseitegeschoben hat. Erst jetzt, mit 58 Jahren, setzt er sich damit auseinander. Und zieht Konsequenzen.

Zum 31. Dezember verlässt der Leitende Arzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Sportorthopädie das Klinikum. Seine Nachfolge tritt Dr. Andreas Thannheimer an, der vom Kooperationspartner der Landkreis-Einrichtung, der Unfallklinik Murnau (UKM), nach Garmisch-Partenkirchen gewechselt hat. Ein fließender Übergang, den die Mediziner seit drei Monaten praktizieren.

Auf seine Leidenschaft verzichtet Gutsfeld freilich nicht, auch wenn er sich wieder mehr auf sich und seine Lieben besinnt. „Mit Blick darauf war es für mich wichtig, einen Schritt weiter zu gehen“, sagt er. Und der führt ihn zum 1. Januar 2017 als Oberarzt in die Ohlstadt-Klinik. An der Reha-Einrichtung erwartet ihn konservative Orthopädie – „sicher mit einem Schwerpunkt in Richtung Sporttherapie“. Für Gutsfeld eine Herausforderung. „Ich freue mich darauf, in meinem Alter noch einmal etwas Neues anzufangen.“ Ganz neu ist der Reha-Sektor für den Vater einer Tochter jedoch nicht. Nach dem Studium arbeitete er zunächst in einer entsprechenden Klinik, ehe er chirurgische Erfahrungen in Neunkirchen und Dortmund sammelte, bis es ihn dann 1992 ins Werdenfelser Land verschlug.

Viel erlebt im Klinikum Garmisch-Partenkirchen

In den 24 Jahren am Klinikum hat er viel erlebt. Zunächst, wie aus einer Abteilung zwei wurden – die Allgemein- und die Unfall-, beziehungsweise Wiederherstellungschirurgie. „Eine unruhige Zeit, geprägt von vielen Unsicherheiten.“ Mit Chefarzt Dr. Rainer Wölfel geriet dann alles ins Gleichgewicht, und Gutsfeld übernahm wesentliche Führungsaufgaben. Eine gute Voraussetzung für den nächsten Schritt, die Kooperation zwischen Klinikum und UKM. „Zukunftsträchtig verankert“ seien die Häuser und auch seine Abteilung, die seit 2007 Dr. Volker Bühren als Chefarzt leitet, durch diesen Zusammenschluss geworden. „Der Übergang war sicher holprig“, räumt er ein. „Aus medizinischer und wissenschaftlicher Sicht war es von Anfang an ein Gewinn.“

In Ohlstadt erwarten ihn neue, ganz andere Aufgaben. Da kümmert er sich um bereits operierte Patienten und absolviert nicht mehr täglich zwei bis fünf Operationen. „Das werde ich vermissen“, räumt Gutsfeld ein. Diese Arbeit sei schließlich mit vielen Erfolgserlebnissen verbunden. „Da wird etwas repariert, sodass die Leute ihren Sport möglichst in gleicher Weise wieder machen können.“ Die Option, mal wieder chirurgisch tätig zu sein, hat er sich deshalb auch offen gelassen und mit seinem neuen Arbeitgeber vereinbart, dass er eine Nebentätigkeit ausüben darf.

Seinem Fachgebiet bleibt Gutsfeld treu, wenn auch auf einer neuen Seite. Und dafür nimmt er künftig die Fahrt von Garmisch-Partenkirchen nach Ohlstadt auf sich. Gerne auch mit dem Rad. „Ich freue mich, dass die Strecke zwischen Oberau und Murnau asphaltiert wird. Sport ist schließlich auch eine von Gutsfelds Leidenschaften.

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