+
Ihre Population schwindet: Bienen sind vom Aussterben bedroht.

So können sich Kommunen bewerben

Aktiv gegen das Bienensterben: Gemeinden bekommen Belohnung

Den Artenverlust stoppen, Bienen retten - eine wichtige Aufgabe. Engagieren sich Gemeinden, werden sie mit Preisgeld und Titel vom Bezirk Oberbayern belohnt. 

Landkreis – Gemeinden, die sich für eine bienen- und insektenfreundliche Umwelt einsetzen, werden jetzt für ihr Engagement belohnt. Der Bezirk Oberbayern vergibt heuer erstmals den Titel „Bienenfreundliche Gemeinde“ zusammen mit Preisgeldern von bis zu 3000 Euro.

Fünf Kriterien muss ein Ort erfüllen, um in die Auswahl zu kommen: Flächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Darüber hinaus sollen alle gemeindeeigenen Bereiche extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden, der Einsatz von Pestiziden ist darauf verboten. Die sogenannte Begleitbegrünung auf Gemeindestraßen muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Und schließlich sollen Imkern Standplätze zum Aufstellen von Bienenkästen zur Verfügung gestellt werden.

Mit weiteren freiwilligen Aktionen kann zusätzlich geglänzt werden. „Etwa wenn sie Insektenhotels, Hecken und Althölzer vorweisen, einen Bienen- und Insektenlehrpfad betreiben oder Bildungsangebote zum Thema Bienen fördern“, erklärt Kerstin Schwabe vom Bezirk Oberbayern. „Gemeinden punkten auch, wenn sie in den eigenen Einrichtungen heimischem Honig und Produkte von bienenfreundlich wirtschaftenden Landwirten verwenden, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen.“

Zur Bewerbung wurden laut Schwabe alle 500 Kommunen in Oberbayern aufgefordert. Sie können bis 31. Oktober bei der Fachberatung für Imkerei des Bezirks Oberbayern ihre Anträge abgeben, die dann von einer fachkundigen Jury bewertet werden. Das Preisgeld ist zweckgebunden an Vorhaben, die einer bienen- und insektenfreundlichen Umwelt zugutekommen.

Der Bezirk Oberbayern steht seit Jahrzehnten Imkern beratend zur Seite. Um dem dramatischen Rückgang der Insektenvielfalt entgegenzuwirken, setzt er nun verstärkt auf die Gemeinden. Mit ihrem Engagement können sie dazu beitragen, den weiteren Artenverlust zu stoppen.

Unterlagen

können unter Telefon 089/2 19 81 00 31 oder per E-Mail an arno.bruder@bezirk-oberbayern.de angefordert werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weniger Verkehr, mehr Lebensraum: Neues Konzept für zwei Murnauer Gassen präsentiert
Die Marktgemeinde Murnau möchte die Grün- sowie die Färbergasse umgestalten. In der Bauausschuss-Sitzung stellten die Planer einen ersten Entwurf vor.
Weniger Verkehr, mehr Lebensraum: Neues Konzept für zwei Murnauer Gassen präsentiert
Unfall bei Zugspitzbahn: Kaputte Gondel geborgen - Betriebsleiter feiert „ersten wichtigen Schritt“
 Bei der neuen Seilbahn an der Zugspitze ist ein Bergewagen in eine der beiden Gondeln gekracht und hat einen Totalschaden verursacht. Die komplizierte Bergung wurde …
Unfall bei Zugspitzbahn: Kaputte Gondel geborgen - Betriebsleiter feiert „ersten wichtigen Schritt“
Gefängnisstrafe! Mittenwalder hat 45.000 Kinderporno-Fotos auf USB-Stick
Ein Mann aus Mittenwald sammelt wie verrückt Kinderporno-Material. Geschnappt wird er, weil er einen USB-Stick an einem Flussufer verliert. Nun muss der 55-Jährige ins …
Gefängnisstrafe! Mittenwalder hat 45.000 Kinderporno-Fotos auf USB-Stick
Im Gemeinderat kracht‘s: Radschnellweg und Radkonzept sorgen für Zündstoff
Radfahren in Garmisch-Partenkirchen ist ein Thema, das emotionalisiert. Vor allem der Radschnellweg und das Radkonzept besitzen das Potenzial, die Bevölkerung zu …
Im Gemeinderat kracht‘s: Radschnellweg und Radkonzept sorgen für Zündstoff

Kommentare