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Immer auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten wie hier im Jahr 2014: Wotan Lichtmeß zeigt einen in die Jahre gekommenen Duschbereich. 

November entpuppt sich als besucherschwächster Monat

Alpspitzwellenbad: Kein Sondereffekt durch Karwendelbad-Schließung

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Garmisch-Partenkirchen - Die Gemeindewerke sind auf der Suche nach Verbesserungspotenzial: Tiefgreifende Änderungen stehen im Alpspitzwellenbad nicht auf dem Programm. Aber Einsparpotenzial, das sieht Werke-Chef Wotan Lichtmeß.

Das eine geht nicht ohne das andere. Das Olympia-Eissportzentrum und das Alpspitzwellenbad sieht Wotan Lichtmeß als eine Art Einheit. Nicht nur, weil sie direkt nebeneinanderliegen. Auch, weil sie die Bilanz der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen in ähnlicher Höhe belasten. Deshalb nehmen sich der Werke-Chef und sein Team beide Einrichtungen vor: Gerade erarbeiten sie ein Konzept, wie das Angebot künftig ausschauen und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden könnte.

Im Sommer könnte sich mittelfristig in Halle zwei sowie der Curling-Halle und im Freiflächenbereich des Eissportzentrums einiges ändern. Lichtmeß verhandelt nach eigener Aussage mit einem Anbieter, der für die Flächen ein Nutzungskonzept vorgestellt hat.

So tiefgreifend dürften die Änderungen im Bad nicht ausfallen. Doch Lichtmeß’ Ziel ist auch dort klar: Er will Geld sparen, das Minus reduzieren. Maximal 1,3 Millionen Euro würden ihm gefallen, dauerhaft. Er ist auf einem guten Weg dorthin. Bereits 2015 hat er es erreicht, auch für 2016 schaut es gut aus, sagt Lichtmeß. Doch sieht er weiteres Einsparpotenzial. In einigen Monaten sollen konkrete Überlegungen vorliegen. Viele mögliche Änderungen nennt Lichtmeß daher noch nicht. Auf einen Punkt aber weist er schon einmal hin: die Zeiten der großen Revision.

Bis 2014 fiel sie auf den November. Doch baten die Hoteliers im Ort darum, diese ins Frühjahr zu verlegen – damit den Gästen zumindest ein kleines Angebot bleibt „und im November nicht alles geschlossen ist“. So gibt Lichtmeß die Forderungen der Betriebe wieder. Nach zwei Jahren aber kommt der Werke-Chef mit Blick auf die Zahlen zu dem Schluss: „So groß kann der Bedarf nicht sein.“

Durchschnittlich besuchen seinen Angaben zufolge 16 000 Gäste monatlich das Alpspitzwellenbad. Die Höchstwerte erreicht es im Sommer. Bis zu 25 000 Gäste zählten die Werke im August. Im November dagegen: maximal 12 000 Gäste – mehr waren es nie.

Das reicht Lichtmeß nicht. Er überlegt, zur alten Regelung, also der Revision im Herbst, zurückzukehren, „wenn der November unser schlechtester Monat bleibt“. Im kommenden Jahr will er sich die Situation noch einmal anschauen. Zwischen 14 000 und 15 000 Besucher müssen es werden, damit die große Frühjahrsrevision fortbesteht.

Einen Sondereffekt, mit dem man vielleicht rechnen hätte können, gibt es für den November 2016 nicht: Seit 7. November ist das Karwendelbad in Mittenwald geschlossen. „Wir in Garmisch-Partenkirchen merken aber keinen spürbaren Anstieg.“

Im Zusammenhang mit dem Alpspitzwellenbad räumt der Werke-Chef zudem mit einem Gerücht auf: Immer wieder hört er den Vorwurf, die Gemeindewerke würden Energie sparen und im Bad einfach die Heizung herunterdrehen. Stimmt nicht, betont Lichtmeß. Es mag Optimierungen im Bereich Energie geben – aber davon merke der Kunde nichts. „Wir sparen nicht an Wärme, darauf achte ich peinlichst genau.“

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