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Sämtlicher Unrat wird vor dem ehemaligen General Patton Hotel an der Osterfelderstraße derzeit abgelegt.

Anwohner spricht von „unzumutbaren Verhältnissen“

Müllsäcke, Kloschüsseln und mehr: Altes Patton-Hotel verkommt zur Mülldeponie

Kein schöner Anblick: Vor der früheren Asylunterkunft in Garmisch-Partenkirchen wird Müll abgelagert. Nicht zum ersten Mal.

Garmisch-Partenkirchen – Im Juli vergangenen Jahres war Wolfgang Habicht fassungslos. Angesichts des „unsäglichen Zustands“ am ehemaligen Patton Hotel, der früheren Asylunterkunft an der Osterfelderstraße in Garmisch-Partenkirchen. Das ist gerade einmal ein gutes halbes Jahr her. Nun spricht Anwohner Habicht erneut von unzumutbaren Verhältnissen.

Zwischendurch sah der Grund von Eigentümer Ibrahim Kavun, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, annehmbar aus. „Richtig sauber war es aber nie lange“, betont Habicht. Kloschüsseln, Müllsäcke und alte Elektrogeräte haben vor dem Eingang ihren Platz gefunden.

Die Pläne, das ehemalige Hotel zugunsten einer Seniorenresidenz zu sanieren, stehen. Auf einem Plakat am Absperrzaun des Geländes präsentiert das Bauunternehmen bereits das neue Objekt. Mit dem Slogan „umweltbewusst und regenerativ“ wirbt die Kavun-Aktiengesellschaft für ihr Gewerbe – gleich dahinter liegt der ganze Unrat. Ein großer Kran und ein, zwei Baustellenfahrzeuge befinden sich derzeit auf dem Gelände. „Gearbeitet wird jedoch nicht“, sagt Habicht.

Da das Anwesen Privatgrund ist, sind den Institutionen auf kommunaler Ebene größtenteils die Hände gebunden. Seit der Beherbergungsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Eigentümer der Immobilie ausgelaufen ist, ist das Landratsamt nicht mehr zuständig. „Wir haben keinen Überblick, wer da wohnt“, sagt Stephan Scharf, Sprecher der Behörde. Laut Auskunft von Ute Leitner, Sprecherin der Marktgemeinde, kann die Gemeinde ihrerseits auf einem Privatgrund erst einschreiten, wenn der Verkehr behindert oder die öffentliche Sicherheit gefährdet ist – dann sendet sie dem Eigentümer ein entsprechendes Schreiben. Solange muss Habicht den „Schandfleck“ in seiner Nachbarschaft weiter hinnehmen.

mar

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