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Anton Buchwiesers Markenzeichen, der Rabe, darf nie fehlen, auf keiner Zeichnung im Goldenen Buch und bei keiner Urkunde, die der Markt verleiht. Beim Werk für Laura Dahlmeier – hier der Eintrag aus dem vergangenen Jahr, der aktuelle bleibt noch geheim – suchte er eine Weile nach dem richtigen Platz.

Der Rabe als Markenzeichen

Auszeichnung für Laura Dahlmeier: Der Mann hinter den Einträgen im Goldenen Buch

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Der Freitagabend gehört Laura Dahlmeier. Die Biathletin wird gefeiert, wird Ehrenbürgerin, unterschreibt im Goldenen Buch. Eine entscheidende Rolle für diesen Tag spielt Anton „Toni“ Buchwieser. Er hat Urkunde und Eintrag gezeichnet. Und ist dabei durchaus ins Schwitzen gekommen.

Wird am Freitagabend gebührend gefeiert: Biathletin Laura Dahlmeier.

Garmisch-Partenkirchen – Wo soll er ihn nur platzieren? Noch hat Toni Buchwieser darauf keine Antwort. Aber – er wird ein Platzerlfür den Raben finden, fehlen darf er auf keinen Fall. Schließlich sitzt derVogel seit über zehn Jahren auf jedem seiner Werke. Also auch auf dem, um das sich der 68-Jährige in den vergangenen Tagen gekümmert hat: Laura DahlmeiersEintrag ins Goldene Buch des Marktes Garmisch-Partenkirchen sowie die Urkunde als Ehrenbürgerin. Diese Auszeichnung wird Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) der 24-Jährigen am Freitag überreichen, bevor die Biathletin im Rahmen eines Empfangs auf dem Kirchplatz in Partenkirchen – das Bayerische Fernsehen berichtet – für ihre Erfolge bei den Olympischen Winterspielen gefeiert wird (siehe unten).

Diese hat Buchwieser als Wintersport-Fan im Allgemeinen und Biathlon-Fan im Besonderen alle live am Fernseher mitverfolgt. Und er hat mitgelitten. Als Arnd Peiffer die sichere Goldmedaille in der Mixed-Staffel am Schießstand verlor, „wär’ i beinahe durchgedreht“. Dann noch das Drama in der Damen-Staffel – Buchwieser haben die Wettbewerbe einige Nerven gekostet. Am Donnerstag aber plagten ihn andere Sorgen. „Hoffentlich werd’ ich auch fertig.“ Der Garmisch-Partenkirchner lacht. Er hat Routine, kennt sich aus mit Zeitdruck. Zumal ja erst am späten Freitagnachmittag alles bereitliegen muss. Das wird schon. Nervös ist er trotzdem.

Vierter Eintrag für die Biathletin

Bereits den vierten Eintrag gestaltet Buchwieser für die Biathletin. Er blättert im Goldenen Buch, dessen erster Eintrag von 2007 stammt. Damals schon hat der 68-jährige Hobbyzeichner ihn gestaltet – für Ehrenbürger Johannes Langmatz. Zeichnungen und Ehrungen für Biathletin Miriam Gössner (mittlerweile Neureuther), die Skifahrer Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther folgten – um ein paar Sportler herauszugreifen. Alleine sieben Mal ließ sich Buchwieser für Höfl-Riesch als dreifache Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin ein Motiv einfallen, dreimal für den WM-Zweiten und WM-Dritten Neureuther. Die Ideen, sagt Buchwieser, gehen ihm nicht aus. „Mir fällt schon immer wieder was ein.“ Für den jüngsten Eintrag des 33-Jährigen zum Beispiel zeichnete er eine Wiege dazu, schließlich war er kurz zuvor Vater der kleinen Matilda geworden. Auch Langlaufskier entdeckt man auf dem Bild – in Anspielung an Ehefrau Miriam. „Die war ja nicht unbeteiligt“, sagt Buchwieser und lacht. Und sein Rabe? Der saß auf einer Slalom-Stange.

Auch bei den bisherigen drei Dahlmeier-Zeichnungen hat sich der Vogel immer irgendwo versteckt. Die Herausforderung dieses Mal: Es gibt keine Zeichnung. Der Eintrag für die zweifache Olympiasiegerin von Pyeongchang besteht nur aus Text. Wie das bei einer Verleihung zur Ehrenbürgerin üblich ist.

Den Text für Buch und Urkunde hatte Buchwieser bereits am Donnerstag fein säuberlich mit Tusche geschrieben und auf Verschreiber hin überprüft – soll ja vorkommen, dass man Urkunden noch einmal fertigen muss, weil ein Buchstabe fehlt oder einer zu viel auf dem Papier steht. Bei Dahlmeier klappte alles aufs erste Mal.

Und der Rabe schaut zu

Donnerstagmorgen holte ein Gemeindemitarbeiter die Urkunde ab, damit Bürgermeisterin Meierhofer sie unterschreiben konnte. Sobald die Tinte getrocknet war, brachte er das Werk zurück. Buchwieser musste es noch künstlerisch gestalten. Denn nur Anlass und Namen darauf zu verewigen – das wäre ihm zu wenig. Irgendetwas Persönliches über Dahlmeier, findet er, „müss’ ma schon machen“. Zum Beispiel das heimische Bergmassiv im Hintergrund, vielleicht noch ein Klettermotiv. „Da kommt mir schon irgendeine eine Idee.“

Bestimmt. Auch für das Raben-Problem hat er eine Lösung im Kopf. Vielleicht, überlegt er, „hock ich ihn einfach hinten auf meine Unterschrift drauf“. Hauptsache, der Vogel schaut zu, wenn Laura Dahlmeier am Freitagabend im Buch unterschreibt und zur Ehrenbürgerin ernannt wird – als erste Sportlerin des Marktes.

Der Empfang - Das Bayerische Fernsehen berichtet live

Laura Dahlmeier wird am Freitag Ehrenbürgerin von Garmisch-Partenkirchen. Im Großen Sitzungssaal des Rathauses verleiht Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer der Biathletin des SC Partenkirchen, die bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zwei Gold- und eine Bronzemedaille bewann, das Ehrenbürgerrecht. Anschließend trägt sich die 24-Jährige ins Goldene Buch ein. Dieser Festakt beginnt um 17.45 Uhr und damit eine Viertelstunde früher als geplant. Grund ist eine Übertragung des Bayerischen Fernsehens: Die Abendschau (Beginn 18 Uhr) schaltet live zum Empfang. Dieser beginnt mit dem Festzug gegen 18.15 Uhr.Wie berichtet, wird Dahlmeier in der Kutsche vom Rathaus über die Ludwigstraße bis zum Kirchplatz gebracht. 

Dort hofft Michael Maurer, als Vorsitzender des SC Partenkirchen Chef-Organisator, auf mehrere Tausend Fans.Dahlmeier hätte sie verdient. Drei geladene Gäste aber mussten absagen: die Olympioniken Fritz Dopfer – der Skifahrer ist bereits auf dem Weg zum Weltcup Kranjska Gora – und Marcus Kink – der Spieler der Eishockey-Silber-Mannschaft stürmt schon wieder für die Adler Mannheim. Maurers Hoffnung liegt auf Freeskierin Sabrina Cakmakli. Die SCP-Athletin ließ offen, ob sie kommt. Sicher dabei sind Überraschungsgäste, die Dahlmeier eng verbunden sind. Zudem erwartet die Athletin ein Geschenk des SCP, das bis zum Schluss geheim bleibt. Sicher ist auch: Gefeiert wird, solange es die Gemeinde erlaubt. Also bis 22 Uhr. Die Oberammergauer Band Kofelgschroa ist dabei.

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