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Das war einmalig: Den Titel gibt es nicht mehr.

Name bereits vergeben

Auch das noch: Funkelland darf nicht mehr Funkelland heißen

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Die Premiere von „GaPa Funkelland“ hat im Dezember aufgrund des Eintrittspreis für gemischte Gefühle und eine durchwachsene Bilanz gesorgt. Nun gibt es sogar ein Problem mit dem Namen – das Funkelland in Garmisch-Partenkirchen darf künftig nicht mehr so heißen.

Garmisch-Partenkirchen – Die Nachricht kommt überraschend: Das schon jetzt über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Lichter-Spektakel „GaPa Funkelland“, das Ende 2019 in Garmisch-Partenkirchen Premiere feierte, darf künftig nicht mehr diesen Namen tragen. Zumindest hat man sich „auf eine einvernehmliche Lösung mit den Rechteinhabern geeinigt“, sagt Karl-Heinz König vom Veranstalter MK Illumination gegenüber dem Tagblatt. Der Name Funkelland sei demnach geschützt und als Marke eingetragen. Diese Nachricht kam aber erst bei Königs Firma an, als die Kunstinszenierung mit Lichtskulpturen und Leucht-Objekten im Michael-Ende Kurpark bereits in vollem Gange war.

Ohne großes Tamtam hat man sich laut König deshalb telefonisch mit den rechtmäßigen Namensinhabern darauf geeinigt, dass die Bezeichnung Funkelland noch bis zum Ende der Veranstaltung behalten werden darf. Schließlich war das Event schon groß in den Medien beworben worden, der schillernde Name überall in aller Munde. Nun muss er ausgemerzt werden. Auch GaPa-Tourismus reagiert. Sie haben eine knackige Frist gesetzt bekommen, bis wann sie den Namen von all ihren Kanälen sowie auf Plakaten und Bannern abnehmen müssen. Intern wird das Spektakel vorerst nur mehr „Lichterfantasien“ genannt – für die nächste Veranstaltung, die für Ende dieses Jahres geplant ist, muss dann eine neue kreative Bezeichnung her. Es dürfte schwierig werden, den einprägsamen Namen den Landkreis-Bürgern wieder aus dem Gedächtnis zu streichen – schließlich haben über 10 000 Besucher die bunten Figuren aus tausenden winzigen Lampen über Wochen hinweg bestaunt. „Wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen“, verspricht König. Welcher, ist noch offen.

Elf Tage nach der GaPa-Funkelland-Eröffnung sichert sich Liechtensteiner Firma die Namensrechte

Laut dem Register des deutschen Patent- und Markenamts (dpma) hat sich am 3. Dezember 2019 – also elf Tage nach Beginn der Lichtershow in Garmisch-Partenkirchen – jemand noch flott die Wortmarke „Funkelland“ als Monopol gesichert: die Event-Design-Firma Wunderräume GmbH aus dem Nachbarland Liechtenstein, die ebenfalls Kunstinszenierungen aus Lichtskulpturen und Leucht-objekten anbietet, aber anders eben, erklärt ein Sprecher der Firma. Das Angebot würde inhaltlich nicht dem in Garmisch-Partenkirchen gleichen. Auch er bestätigt die wohlwollenden Gespräche zwischen den beiden Firmen bezüglich der doppelten Namensgebung. Weshalb es für den Rechteinhaber kein Problem war, die bereits laufende Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen mit ihrem Namen trotzdem fortführen zu lassen. Eine offizielle Eintragung ins dpma-Register erfolgte am 16. Januar 2020. Man wolle nämlich bei den Besuchern keine „falschen Erwartungen“ wecken, heißt es seitens der Wunderräume GmbH. Dass beispielsweise Gäste in Garmisch-Partenkirchen ein Funkelland wie jenes von der Firma Wunderräume in Dresden betreute Spektakel erwarten oder andersrum. Die Firma aus Lichtenstein benutzt bereits seit zwölf Jahren den Begriff, hat ihn sogar um Bezeichnungen wie Funkelschloss, Funkelmarkt oder sogar eine Funkelhochzeit erweitert.

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