Den Bau des Gemeindezentrums in Ludesch erläutert (v. l.) Professor Hermann Kaufmann Landrat Harald Kühn, Schulleiter Alexander Wanisch, Architekt Eberhard Steinert und Kreisbaumeister Christoph Schreyer. foto: Schandl

Ausstellung: Öko-Architektur aus Holz

Garmisch-Partenkirchen - Sie sind umweltfreundlich gebaut und schön anzuschauen: Die Bauwerke, die in der Ausstellung "Wood Works" in der Schnitzschule gezeigt werden.

Immergrößer wird das öffentliche Bewusstsein dafür, dass die Menschen eine Verantwortung ihrem Planeten gegenüber haben. Dass Ressourcen wie Wasser und Öl irgendwann endlich sind. Gleiches zeigt die Ausstellung „Wood Works - Ökorationale Baukunst“, die derzeit im Ausstellungspavillon der Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen zu sehen ist. Sie demonstriert die Werke von Professor Hermann Kaufmann, der sich in seiner Arbeit dem bewussten Umgang mit der Natur verschrieben hat.

Kaufmann definiert seine Arbeit über die Funktionalität der Bauwerke sowie deren Verträglichkeit mit der Natur. Ökorational nennt er das, wie er bei der Ausstellungseröffnung betonte. Geprägt wurde Kaufmann von der Bauweise in seiner Heimatregion, dem Bregenzerwald in Österreich. Dort seien die Häuser „funktional begründbar und durchschaubar“ gewesen, zugleich aber ästhetisch. Kaufmann stammt aus einer Zimmermannsfamilie, hat „das Holz im Blut“, wie Eberhard Steinert vom Bund Deutscher Architekten beschrieb, der die Ausstellung in Kooperation mit dem Landkreis und den Schulen für Holz und Gestaltung organisiert hatte.

Die Exponate zeigen einen Überblick über das berufliche Schaffen des Architekten: Original-Materialien, detailgetreue Plenardarstellungen, Grafiken und Fotos zu verschiedenen Projekten bieten einen vielschichtigen Zugang zu Kaufmanns Arbeit. Ob nun die Lagerhalle eines Handwerksbetriebs, ein Biomasseheizwerk oder der Schultrakt eines Klosters - alle Projekte haben eines gemeinsam: das Holz. Er fertigt daraus Primärkonstruktionen und verzichtet soweit möglich auf Beton und Stahl, es dient zur Vertäfelung und Verkleidung sowie als dekoratives Element.

Holz - daraus besteht ein Großteil der Fläche des Landkreises Garmisch-Partenkirchen „und ist dadurch für uns ein wichtiges Thema“, weiß Landrat Harald Kühn. Ebenso wie die Auseinandersetzung mit „guter Architektur“. Dabei sei es eine Herausforderung, eine zeitgemäße Bauweise in das Ortsbild zu integrieren und damit einen Übergang zwischen bereits Bestehendem und Neuem zu schaffen.

Die Ausstellung ist noch bis 9. Dezember von Montag bis Freitag jeweils von 16 bis 18 Uhr zu sehen. Einen weiteren Vortrag gibt es am 1. Dezember um 19 Uhr. Dort wird der Ausstellungsbau der Schnitzschule Oberammergau thematisiert.

Veronika Schandl

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