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Verlasst den SCR in Richtung Kassel: Topscorer Richard Mueller.

Der nächste Spieler geht

Ausverkauf beim SC Riessersee: Mueller nach Kassel

Garmisch-Partenkirchen  - Der Ausverkauf beim SC Riessersee setzt sich fort: Mit Richard Mueller kehrt der nächste Schlüsselspieler dem SCR den Rücken. Nach Lubor Dibelka, Julian Eichinger und Felix Thomas ist er der nächste, der von der die unsicheren finanziellen  Situation beim SCR die Nase voll hat. Mueller geht in der kommenden Spielzeit in der DEL2 für die Kassel Huskies aufs Eis.

Der ehemalige Frankfurter hat vom SCR nun doch die Freigabe erhalten. „Das ist ein richtiger Knaller“, sagt Christoph Steinbach, Leiter der Kommunikation beim Eishockey-Zweitligisten Kassel, der am Mittwochabend entsprechende Gerüchte um einen Wechsel nach Kassel bestätigte. Mueller hat einen Einjahres-Vertrag unterschrieben mit einer beidseitigen Option, ihn ein weiteres Jahr zu verlängern.

Damit ist den Huskies ein Coup gelungen. Denn der Angreifer gilt auch mit 36 Jahren noch als einer der schnellsten Spieler der Liga. Seine Verpflichtung ist aus einem weiteren Grund besonders: Von 2013 bis 2017 spielte der Angreifer für den Erzrivalen Löwen Frankfurt. Seine Zeit dort krönte Mueller 2017 mit dem Gewinn der Meisterschaft. Mit dem SCR wurde er in der vergangenen Saison Vizemeister (69 Spiele/46 Tore/49 Vorlagen). Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten ist derzeit fraglich, ob der SCR die Lizenz für die DEL2-Saison 2018/19 erhält. Deshalb hatte Mueller, der eigentlich schon vorzeitig in Garmisch-Partenkirchen verlängern wollte, um die Freigabe gebeten. Zunächst stemmte sich der Klub noch dagegen, gab aber nun doch nach.

Viele Top-Teams der DEL2 beschäftigten sich mit einer Verpflichtung und führten Gespräche. Auch Frankfurt hätte ihn gern zurückgeholt. „Wir haben ihm ein sehr gutes Angebot unterbreitet“, hatte Pressesprecher Matthias Scholze noch am Mittwochnachmittag bestätigt. Mit Muellers Unterschrift in Kassel aber ist das nun vom Tisch.

Warum Kassel? „Ihn hat unser Gesamtpaket überzeugt und die sportliche Kontinuität der vergangenen Jahre. Hier entsteht etwas“, sagt Steinbach. Mueller soll wegen seiner Erfahrung ein wichtiger Führungsspieler in der jungen Mannschaft sein. In Kassel schließt sich für ihn nun ein Kreis. Es ist sein zweites Engagement bei den Huskies. 2010 war Mueller Teil des damaligen DEL-Kaders, der als Phantomteam in die Geschichte einging, weil die Mannschaft nach der Insolvenz nie zusammen in Liga eins antrat.

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