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Ist kein Freund von Stillstand: Bau-Unternehmer Franz Hummel.

Das eine Hummel-Projekt läuft, andere sind ins Stocken geraten

Bahnhofsareal: Zeitplan fürs Hostel ist eng gestrickt

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Der Rohbau steht, jetzt beginnen die Arbeiten im künftigen Hostel an der Lagerhausstraße. Ende September 2018 soll es eröffnet werden. Wann Investor Franz Hummel die übrigen Flächen des Bahnhofsareals anpacken kann, ist unsicher. Erst muss der Bebauungsplan geändert werden.

Garmisch-Partenkirchen – Franz Hummel ist ein Macher. Einer, der seine Pläne umsetzen will. Der nur ungern für die Schublade oder – noch schlimmer – für den Papierkorb arbeitet. Und einer, der keinesfalls nur rumsitzen und Däumchen drehen möchte. Stillstand liegt dem Garmisch-Partenkirchner Bau-Unternehmer nicht. Genauso wenig wie eine angezogene Handbremse. Mit der muss er allerdings momentan am Bahnhofsareal westlich der Lagerhausstraße und am Wannerweg arbeiten.

Der Bebauungsplan 112 ist im Eilverfahren vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof außer Vollzug gesetzt worden. Somit musste Hummel alle weiteren Planungen auf diesem Gelände einstellen und durfte nur die bereits genehmigten Projekte weiterverfolgen. Bitter für den Unternehmer, den die Verzögerung auch ziemlich viel Geld kostet.

Eines der Vorhaben, die unabhängig von dem Gerichtsbeschluss schon umgesetzt werden können, ist das Hostel an der Lagerhausstraße. „Der Rohbau ist fertig“, bestätigt Hummel. Jetzt beginnen die Arbeiten im Inneren des künftigen Beherbergungsbetriebs. Für das 200-Betten-Haus gibt es bereits einen Pächter. Das Deutsche Jugendherbergswerk steigt ein – zunächst für 25 Jahre. „Das ist das erste Mal, dass es so etwas macht“, sagt Hummel. Aber das künftige Hostel passt ihm zufolge perfekt ins Konzept der künftigen Betreiber, die daneben weiterhin an der Jugendherberge in Burgrain festhalten. „Dort sollen vor allem Schulklassen und Gruppen untergebracht werden, am Bahnhof dagegen Familien und Einzelpersonen.“ Der Zeitplan für dieses Vorhaben ist eng gestrickt. „Ende September soll die Eröffnung sein“, betont der Investor. „Das heißt, wir müssen Gas geben.“

Neben dem Hostel kann er derzeit nur die Tiefgarage auf dem Bahnhofsareal bauen. Wann er mit seinen übrigen Plänen in die Lage versetzt ist weiterzumachen, vermag er nicht abzuschätzen. Nachdem der Bebauungsplan auf Betreiben der Phönix Vermögensverwaltungs AG noch einmal unter die Lupe genommen werden muss, ist nun die Rathaus-Verwaltung am Zug. Anlass für die AG, sich juristischen Beistand zu suchen, war die Sorge, dass ihr Grundstück, das direkt an Hummels Flächen angrenzt, erheblich an Wert verlieren könnte. Denn zum einen gehört das Areal, auf dem neben dem Sausalitos auch eine Tabledance-Bar, weitere Gastronomie und eine Spielhalle untergebracht sind, nun zum Sondergebiet Tourismus, wodurch die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden. Zum anderen sind laut Bebauungsplan die Abstandsflächen reduziert. Und das wollen die Besitzer nicht hinnehmen.

Jetzt wird der Bebauungsplan 112 entsprechend geändert. „Dafür gibt’s viel abzustimmen“, sagt Hummel. Deshalb muss auch er sich noch gedulden. Die vorgesehene Bebauung wurde ihm zufolge gemäß der Wünsche der Phoenix AG reduziert. „Ich glaube, dass jetzt Übereinstimmung herrscht.“ Den neuen Plan, auf dessen Grundlage er weitermachen kann, erwartet er allerdings erst im Frühjahr des kommenden Jahres.

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