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Können auch nachdenklich: Sebastian Horn (r.) und Florian Rein von den Bananafishbones. 

Band bringt das Publikum zum Beben

Bananafishbones: Zu Recht eine der besten Live-Bands

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Garmisch-Partenkirchen - Sie haben Hits - und sie sind selbst einer: Die Bananafishbones haben auf der Kulturbeutel-Bühne „U1“ das Publikum mitgerissen. Mit alten Stücken, neuen Werken und einer „Art Jahresrückblick“.

Ruhig sitzen, andächtig lauschen – unmöglich bei den Bananafishbones. Zumindest der Fuß wippt bei jedem mit, der das Konzert der drei Musiker aus Bad Tölz auf der Kulturbeutel-Bühne „U1“ verfolgt. Und spätestens bei „Come to Sin“ und „Easy Day“, den Ohrwürmern aus den 1990er Jahren, singt jeder im Saal mit. Gute Laune, das ist, was Sebastian und Peter Horn sowie Florian Rein in Garmisch-Partenkirchen verbreiten. Ihre skurrilen Texte, ihre ganz eigene Musik machen Lust. Lust auf mehr von den Bananfishbones.

Ein bisschen können die drei Musiker diese befriedigen, haben sie doch neben ihren alten Hits auch neue Titel dabei. Lieder, die es erst gilt, im Studio auf einen Tonträger zu bannen. „I like a lot“ ist eines davon. Ein Stück, das eindrucksvoll zeigt, warum die Tölzer völlig zu Recht als eine der besten Live-Bands Deutschlands gepriesen werden. Dass ihr letztes Album „12 Songs in One Day“ schon mehrere Jahre zurückliegt – unwichtig. Dass sie zuletzt eher mit Filmmusik oder in anderen Formationen – Rein und Sebastian Horn waren erst im Sommer mit „The Heimatdamisch“ beim Wankfestival vertreten – von sich reden machten – egal. Alles was zählt bei diesem fast dreistündigen Konzert ist, dass die Bananafishbones nichts von ihrem Zauber verloren haben. Sie haben’s einfach drauf. Schreiben großartige Musik, beherrschen ihre Instrumente – Peter Horn (Gitarre), Sebastian Horn (Bass) und Rein (Schlagzeug) – meisterhaft, was diverse Soli beweisen. Und sie können auch nachdenklich: „Rosaly“ erzählt von einer querschnittgelähmten Frau, „die in ihrer ganz persönlichen Hölle gefangen ist“, kündigt Sebastian Horn den Titel an. Melancholisch-düster und ganz wunderbar.

Stürmischer Applaus belohnt einfach alles, was die Musiker ins „U1“ mitgebracht haben. Kein Wunder, dass Sebastian Horns Frage „wie ist die Stimmung im Saloon?“ mit begeistertem Jubel beantwortet wird. Und das sind nicht nur eigene Titel. „Eine Art Jahresrückblick“ nennt der Bassist die Playlist. „Dabei denken wir auch au Künstler, die von uns gegangen sind.“ Wie Prince, „der Meister des Punk und Rock“, von dem sie „Sign o the Times“ spielen. Oder David Bowie, „der Schillerndste“, der 2016 gestorben ist, von dem in einer ganz eigenen Fishbones-Variante „Space Oddity“ erklingt. Und natürlich Leonard Cohen, „ohne von dem was zu spielen, können wir nicht gehen“, meint Sebastian Horn. „Hallelujah“, für das Rein sein Akkordeon rausholt, ist der perfekte Abschluss eines großartigen Abends. 

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