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Nimmt Formen an: Die erweiterte Gipfelterrasse über den neuen Bahnsteigen wird aktuell abgedichtet und die beiden Tragseiltürme erhalten ihre Glasfassade.

Wetterkapriolen machen Arbeitern auf der Zugspitze zu schaffen

Verzögerungen auf Deutschlands höchster Baustelle

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Das Wetter meinte es zuletzt nicht gut mit der Bayerischen Zugspitzbahn. Schnee, Eis und heftige Windböen machten den Arbeitern auf Deutschlands höchster Baustelle das Leben schwer.

Die Montage der Glasfassade läuft auf Hochtouren.

Garmisch-Partenkirchen – Schnee, Eis, heftige Windböen – keine leichten Bedingungen auf Deutschlands höchster Baustelle. Das Wetter hat den bis zu 100 Arbeitern, die momentan an der künftigen Bergstation der Seilbahn Zugspitze zu Gange sind, das Leben ziemlich schwer gemacht. Neben ihren eigentlichen Aufgaben galt es noch, Schnee zu schaufeln. Oder die Baustelle windfest abzusichern. All das „ist natürlich ganz schön anstrengend für das Team“, sagt Verena Lothes, Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). Außerdem brachten die Wetterkapriolen mit sich, „dass wir am Berg etwa drei Wochen hinter dem Zeitplan liegen“. Bislang aber kein Problem. Alle sind zuversichtlich, „den Verzug in den kommenden vier Wochen wieder aufzuholen“. Der Sonnenschein in den vergangenen Tagen wirkte sich positiv aus.

Für den Zug des vierten Tragseils, der Ende dieser Woche starten soll, wird heute die Muffe gegossen. Diese Verbindung zwischen altem und neuem Tragseil dient dazu, das tonnenschwere Teil an seine künftige Position zu hieven. Ist das erfolgt, werden die beiden Stützen der Eibsee-Seilbahn umgelegt. „Erst die obere auf 1475 Metern Höhe, dann die untere auf 1193 Metern“, erklärt Lothes. Frühestens Mitte Oktober sei dann geplant, die 120-Personen-Kabinen, die bereits gut verpackt an der Talstation am Eibsee stehen, einzuhängen.

Parallel dazu schreitet der Ausbau der Gipfelstation voran. Vor allem die Stahlbauer, die mit bis zu 50 Mann auf knapp 3000 Metern Höhe werkeln, sind stark gefordert. „Auf Bahnsteigebene ist die Glasfassade bereits vollständig angebracht“, sagt Lothes. Aktuell werden die Fassadenteile im Bereich der künftigen Gastronomieebene montiert. Und nachdem sich inzwischen wieder die Sonne zeigt, „wurde auf der neuen Gipfelterrasse mit den Abdichtungsarbeiten begonnen“. 

Ganz schön beeindruckend: Hier wird die Seilbahn Zugspitze neu gebaut

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