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Duo auf der grünen Wiese: „Mannsbild“ Florian Wagner (l.) und „Pfundskerl“ Daniel Neuner.

So erlebte Daniel Neuner die TV-Mini-Serie „Mannsbild & Pfundskerl“ im Bayerischen Fernsehen

„I bin i - i konn’ mi ned vastell’n“

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Vor der Kamera stand er schon einige Male, der Daniel Neuner, als Volksmusikant: Kürzlich musste der Werdenfelser ganz neue Herausforderungen meistern.

Garmisch-Partenkirchen– Die Aufgaben hatten es wahrlich in sich: Im pinken Rüschenhemd Samba tanzen, bei einem 18 Kilometer-Hindernislauf durch Schlamm robben, in fünf Minuten soviel Weißwürste wie möglich essen oder eine Gretl-Frisur flechten. Das alles hat Daniel Neuner aus Garmisch-Partenkirchen jetzt hinter sich. Zusammen mit seinem Spezl und Gegner, dem BR-Moderator Florian Wagner, hatte er sich im Bayerischen Fernsehen sechs Wochen lang immer Montagabend zur besten TV-Zeit in verschiedenen Disziplinen duelliert. „Mannsbild & Pfundskerl“ hieß dieses unterhaltsame Bayern-Duell zwischen Moderne und Tradition – letzteres verkörpert von Neuner, Volksmusikant aus Leidenschaft, der in den einzelnen Beiträgen meist in der Kurzen (Lederhose) zu sehen war. Nach einer Staffel (sechs Folgen) war nun am Montag Schluss.

„Es war eine Mords Gaudi, mir hat’s unheimlich viel Spaß gemacht“, blickt Daniel auf die TV-Mini-Serie zurück. Er, der sonst mit dem Wirtshaus-Kabarett-Trio „Knedl & Kraut“ sowie seit 14 Jahren mit dem Hannesla Toni Musik macht. Über einen Beitrag des Magazins „Heimatrauschen“ im III. Programm, von Florian Wagner moderiert, hatte sich Neuner, der gelernte Kunstschmied, in den Dunstkreis für eine Rolle in „Mannsbild & Pfundskerl“ gespielt. „I woaß a net, vielleicht hat dene mei G’sicht gfoin, und wia i bi.“ Schnell war man sich einig. Mit seiner Natürlichkeit, seiner Originalität, dem Humor und der Authentität („I konn mi ned vastell’n und i red so, wie i scho als Bua gredt hab“) kam Daniel Neuner nicht nur beim Fernsehpublikum richtig gut auch, auch die Leute vom BR waren begeistert. 38 Drehtage in ganz Bayern brauchte es, bis alles im Kasten war.

Dabei war der 45-Jährige, wie er selbst bekennt, noch „nie ein Freund des Theaterspielens“, obwohl er unter anderem schon im „Jedermann“ bei Cordula Trantow auf der Bühne stand: „I bin a ganz a schlechter Auswendiglerner. In der Fernseh-Serie, da hab i koan Text lernen miaßn, da hab i nur i selbst sein brauch’n.“ Öfter gmerkt hat es Neuner, dass dieses Duell mit den lustigen Wettbewerben den Leuten gefallen hat: Sogar auf der Straße oder in der Sauna wird er mittlerweile erkannt: „I hab Fanpost aus Schweden und Holland kriagt, und eine Verwandte in Australien hat jede Folge über die BR-Medithek ang’schaut. Es ist schee, bal ma de Leut a Freid’ mach’n ko. De Zuschauer ham scho g’merkt, dass da nix gekünstelt ist.“

Runterkommen beim Larvenschnitzen

Wie es weitergeht und ob es gegebenenfalls neue Folgen von „Mannsbild & Pfundskerl“ geben wird, ist nach den Worten von Daniel Neuner noch nicht entschieden: „Es gibt a paar Ideen. Mal schauen, was draus wird. Ich lass’ es ganz auf mich zukommen.“ Eine BR-Sprecherin bestätigte dies: „Es ist noch nicht entschieden, wie es weitergeht.“ Unterschwellig gibt der Garmisch-Partenkirchner zu, dass ihm die Sache mit dem Fernsehen auch künftig gefallen würde. Zumal er ja jetzt einen Fuß in der Tür hat. Und dass sich sein jüngster Auftritt als „Pfundskerl“ als eine Art Sprungbrett erweisen könnte: „I würd’ scho gern was in der Richtung weitermachen.“

Und wenn es sich nicht ergeben würde? „Dann is’ a ned schlimm. I hab gnua zum doa mit da Musi.“ Und da freut sich der Daniel, wenn mehr Zeit bleibt für seine Hobbies, dem Edelweiß züchten und vor allem dem Larven schnitzen: „Des brauch’ i zum Runterkemma.“ Dass ihm die Einheimischen den Fernsehauftritt vielleicht neiden, glaubt Neuner nicht: „I bin immer i blieb’n, hab mi ned vastellt. Jeder hat doch die Chance, etwas aus seinem Leben zu machen.“ Dabei die Bodenhaftung und die Liebe zur Heimat zu bewahren, ist für den „Pfundskerl“ das A und O . . .

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