Ein Mann für alle Fälle: Ethem Genc bei seinem Taxi in Garmisch-Partenkirchen. Mit diesem hätte er einen Mann von der Bergstation Alpspitze holen sollen. 
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Ein Mann für alle Fälle: Ethem Genc bei seinem Taxi in Garmisch-Partenkirchen. Mit diesem hätte er einen Mann von der Bergstation Alpspitze holen sollen. 

Um Mitternacht

Bizarrer Anruf: Student will mit Taxi von Bergstation geholt werden - „Bin auf der Terrasse...“

  • Josef Hornsteiner
    vonJosef Hornsteiner
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Ethem Genc war baff, als der Taxifahrer mitten in der Nacht einen Burschen an einem denkbar ungünstigen Ort abholen soll: der Alpspitz-Bergstation. Genc verhindert danach vielleicht ein Unglück. 

  • Ein Taxi-Unternehmen im Kreis Garmisch-Partenkirchen bekam in der Nacht einen seltsamen Anruf.
  • Ein Student aus der Türkei wollte abgeholt werden - von der Alpspitze-Bergstation.
  • Ein beherzter Taxifahrer verhinderte Schlimmeres.

Garmisch-Partenkirchen – Seltsame Anrufe kennt Ethem Genc zur Genüge. Als selbstständiger Taxifahrer führt er des Öfteren mal mehr, mal weniger kuriose Telefonate. Deshalb war er stutzig, als am Wochenende ein ausländischer Student mitten in der Nacht von einem denkbar ungünstigen Ort mit dem Taxi abgeholt werden wollte.

Ein Kollege rief ihn zuerst um kurz vor Mitternacht an. Genc fuhr gerade mit seinem Taxi von Starnberg zurück nach Garmisch-Partenkirchen. „Da ist jemand, den verstehen wir nicht“, teilt man dem türkischstämmigen Mann mit. Als Genc besagte Nummer anrief, ging ein junger Student aus der Türkei ans Telefon. Er müsste geholt werden. Soweit, so gut. Als der Taxi-Unternehmer ihn fragte, wo er denn sei, verkomplizierte sich die Angelegenheit. „Ich bin auf einer Terrasse vor einem Restaurant.“ Auch diese Info brachte Genc nicht viel.

Video: Auch die Bergwacht erlebt Absurdes

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Taxifahrer erhält kuriosen Anruf - am Ende rettet er jungen Burschen das Leben

Deshalb ließ er sich den Standort des Burschen zuschicken. Der Taxifahrer traute seinen Augen nicht. „Er war auf der Bergstation der Alpspitze.“ Als er dem Studenten klarmachte, dass da kein Weg hochführt, erklärte dieser, er sei am Fuß verletzt und könne nicht mehr runter laufen. Genc reagierte sofort, wählte den Notruf. „Zum Glück sind Einsatzkräfte von der Bergwacht oben stationiert.“ Diese brachten den Verletzten hinab ins Tal. Am nächsten Tag erhielt Genc, den der Fall persönlich sehr naheging, dann die erlösende Nachricht: „Dem Jungen geht’s gut.“ 

Nicht auszudenken, hätte der Student versucht, mit seinem lädierten Fuß selbst den Berg hinab zu steigen. Warum er nicht selbst die Bergwacht gerufen hat? Darüber kann auch Genc nur spekulieren. Feststeht: Er hat durch das Einleiten der Rettungskette Schlimmeres verhindern können.

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