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Erfolg nach monatelangen Ermittlungen: Rauschgiftfahnder der Kripo Garmisch-Partenkirchen stellen über acht Kilogramm Cannabis und etwas Heroin sicher. 

Regionaler Drogenhändler aus dem Verkehr gezogen

Beamte stellen 8,7 Kilo Rauschgift sicher

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Ein Erfolg im Kampf gegen den regionalen Drogenhandel ist der Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen gelungen. Nach monatelangen Ermittlungen stellten die Beamten in der Wohnung eines 44-Jährigen 8,7 Kilogramm Cannabis und etwas Heroin sicher. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. 

Landkreis – Über acht Kilogramm Cannabis – „das ist eine ordentliche Menge“, sagt Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Diese haben seine Kollegen in Garmisch-Partenkirchen am Dienstag sichergestellt. Verpackt in Tüten und Plomben hatte ein 44-jähriger Mann das Rauschgift in seiner Wohnung im Landkreis versteckt. Nun zogen die Fahnder der Kriminalpolizei den Drogenhändler aus dem Verkehr. 

Bereits im Frühsommer hatten die Beamten der Kripo offenbar einen Hinweis erhalten, der sie auf die Spur des Mannes, eines Portugiesen, brachte. Woher dieser Hinweis kam oder wie dieser genau aussah, sagt Thalmeier nicht. Aufwändige, monatelange Ermittlungen folgten, die Hinweise verdichteten sich. Die Beamten kamen zu der Erkenntnis: Der Tatverdächtige dürfte mit dem regionalen Rauschgifthandel in Zusammenhang stehen. Die Staatsanwaltschaft München II beantragte einen entsprechenden Beschluss, am Dienstag durchsuchten die Beamten die Wohnung des Portugiesen, der seit Längerem im Landkreis lebt. Mit Erfolg: Sie fanden eine geringe Menge an Heroin sowie 8,7 Kilogramm Haschisch. Zieht man das Internet als Quelle heran – die Polizei macht zu diesem Punkt grundsätzlich keine Angabe – dürfte der Wert des Rauschgifts im mittleren bis höheren fünfstelligen Bereich liegen.

Haschisch mit dem Auto aus Portugal in den Landkreis gebracht

In seiner Vernehmung räumte der Mann der Polizei zufolge ein, das Haschisch in Portugal erworben und anschließend mit seinem Pkw in den Landkreis eingeführt zu haben. Das Auto stellte die Kripo ebenfalls sicher. Einen geringen Teil des Rauschgifts hat der 44-Jährige offenbar bereits an regionale Kunden verkauft. Auch diese stehen nun im Visier der Polizei. Denn die Ermittlungen der Rauschgiftfahnder in Garmisch-Partenkirchen sind bei Weitem nicht abgeschlossen. 

Es gehe nun darum, mögliche Hintermänner zu finden. Mit den portugiesischen Behörden werden die Beamten Kontakt aufnehmen. Darüber hinaus untersuchen Experten des Landeskriminalamts in München die Zusammensetzung und Qualität des Cannabis. Das Ergebnis wirkt sich – gerade bei geringeren Mengen – möglicherweise auf das Strafmaß aus. Ebenso wie die Kooperationsbereitschaft des Drogenhändlers. Ob und inwiefern er mit der Polizei zusammenarbeitet, kann Thalmeier nicht sagen. „Da stehen wir noch ganz am Anfang.“ Allein aufgrund der Menge, die der 44-Jährige eingeführt hat, drohen ihm mindestens zwei Jahre Gefängnis. Seit Mittwoch sitzt er auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wegen illegaler Einfuhr von Cannabis in nicht geringer Menge in Untersuchungshaft.

Das Rauschgift wird, wie immer in solchen Fällen, als Beweismittel so lange bei der Polizei verwahrt – wo genau, verrät Thalmeier nicht –, bis das Strafverfahren abgeschlossen ist. Danach werden die Drogen vernichtet.

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