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Erstmals beim Bergfestival am Wank mit von der Partie: die finnische Bluegrass-Band „Steve’n’Seagulls“, die bekannte Titel covert.

Finnische You-Tube-Stars Steve‘n‘Seagulls kommen zur fünften Auflage

Bergfestival am Wank: Start des Vorverkaufs steht fest 

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Zum fünften Mal findet im August das Bergfestival am Wank statt. Mit Mundhaarmonika, Folkshilfe, Steve’n’Seagulls und der „Keller Steff Big Band“ haben die Veranstalter Künstler eingeladen, die noch nie auf 1780 Metern Höhe gespielt haben. Der Vorverkauf startet am 14. Mai.

Garmisch-Partenkirchen – Inzwischen sind sie Profis. Profis, wenn’s darum geht, neue Bands aufzuspüren. Und Profis im Organisieren des Bergfestivals am Wank. Dass sich dieses seit seiner Premiere 2014 zu einem absoluten Muss für Heimatsound-Fans mausert, „hätten wir nie gedacht“, sagt Verena Lothes, Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). Hat es aber – zu ihrer Freude und der ihres Kollegen Johannes Burkart sowie der von David Stiehler von GaPa-Tourismus, dem Partner der BZB, wenn es um Musik- und andere Veranstaltungen auf dem 1780 Meter hohen Berg geht. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von Künstlern und inzwischen auch Anfragen von Bands, die gerne bei uns spielen wollen“, sagt Lothes. Eine Entwicklung, die sie begeistert. Auch wenn sie’s noch immer „nicht so recht glauben kann“. Aber das, was vor fünf Jahren angestoßen wurde, um den Sonnenberg im Ortsteil Partenkirchen einem neuen Publikum zu erschließen, hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt.

Talfahrt wird mit Hilfe von Platzkarten geregelt

Klar, dass die Organisatoren dafür auch Lehrgeld zahlen mussten. Nach der Premiere mit ziemlich durchwachsenem Wetter, die in der Bergstation stattfand, „wurden wir bei der zweiten Auflage regelrecht überrannt“. Nicht die kalkulierten 2000 Gäste, sondern rund 4000 machten sich zu Fuß oder per Bahn auf, um vor der einmaligen Kulisse des Wettersteinmassivs besondere Bands zu erleben. Die Folge: zu wenig Getränke und massive Probleme bei der Talfahrt. „Daraus haben wir gelernt“, sagt Lothes. Seither limitiert das Bergbahn-Unternehmen das Ticket-Kontingent auf zunächst 1000. Weitere 1700 werden erst freigeschaltet, wenn am Donnerstag vor der Veranstaltung die Zeichen auf Sonnenschein stehen. Außerdem wird die Talfahrt mit Hilfe von Platzkarten geregelt. Ein Modell, das in den vergangenen beiden Jahren bestens funktioniert hat.

Der Hauptact: Die „Keller Steff Big Band“ aus dem Chiemgau heizt den Festival-Besuchern zum Abschluss kräftig ein.

„Deshalb handhaben wir’s heuer wieder genauso“, sagt Burkart. Woran er und seine Mitstreiter außerdem festhalten, ist das Ziel, immer neue Bands und Künstler auf den Wank zu holen. „Erstmals haben wir in diesem Jahr fünf Finnen dabei“, kündigt der BZB-Mitarbeiter an. Zwar kommen diese nicht aus dem Alpenraum, dem sich das Bergfestival eigentlich verschrieben hat. „Ihre Art zu musizieren passt aber gut rein“, unterstreicht Burkart. „Hillbillysiert“ beschreibt er den Stil von Steve’n’Seagulls. Auf dem Schirm hatte er das Quintett, das durch seine You-Tube-Videos bekannt wurde, schon länger. Zum fünften Bergfestival am Samstag, 25. August, (Beginn 14.30 Uhr) hat’s nun endlich geklappt.

Auf die österreichische Band Folkshilfe, die „Quetschn-Synthi-Pop“ bietet, ist Lothes bei einem Konzert aufmerksam geworden. Und die „Keller Steff Big Band“ aus dem Chiemgau hatten die drei Heimatsound-Verantwortlichen ebenfalls schon einige Zeit im Visier. Der Augsburger Rapper Mundhaarmonika komplettiert die Liste der Künstler.

Wichtig für Stiehler ist „der Erlebniswert für Einheimische und Gäste“. Das Angebot nennt er „authentisch, das passt zu uns“. Genau das wisse das Publikum, das vom Kleinkind bis zum Senior reicht, zu schätzen. Dabei geht es keinem der Partner darum, Geld zu verdienen. „Entscheidend ist, dass unterm Strich eine schwarze Null rauskommt“, sagt Lothes. Eine Vorgabe, die bisher mit dem Kartenverkauf und den Einnahmen aus der Gastronomie erfüllt werden konnte. „Das liegt auch am Einsatz aller Beteiligten“, meint die BZB-Sprecherin. Das Engagement bei ihren Kollegen und auch dem Team von GaPa-Tourismus „ist wirklich enorm“, sagt sie. „Alle brennen fürs Bergfestival am Wank.“

Der Vorverkauf

beginnt am Montag, 14. Mai, um 9 Uhr an den Schaltern der Wankbahn und am Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen sowie online unter zugspitze.de/bergfestival. Karten für Erwachsene kosten 28 und für Kinder (6 bis 15 Jahre) 11 Euro – auch für Saisonpassinhaber. Im Ticketpreis sind die Berg- und Talfahrt enthalten, die regulär beispielsweise für Erwachsene 21,50 Euro kosten würden.

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