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Blick von der Hohen Gaif auf den Blassengrat. 

Jede Hilfe kommt zu spät

Bergsteiger (25) stürzt am Blassengrat in den Tod

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Ein schreckliches Unglück hat sich auf dem Blassengrat ereignet. Bei einer Bergtour mit seinen zwei Kameraden ist ein junger Mann abgestürzt. Die Bergwacht konnte nichts mehr für ihn tun.

Beste Verhältnisse, traumhaftes Wetter – der perfekte Tag für eine winterliche Bergtour. Die wurde am Donnerstagmittag aber einem 25-Jährigen aus Slowenien zum Verhängnis. Der junge Mann, der mit zwei Kameraden (22 und 21) unterwegs war, stürzte bei der Begehung des Blassengrates im Bereich Hoher Gaif südseitig etwa 250 bis 300 Meter in die Tiefe und konnte nur noch tot geborgen werden.

Das Unglück passierte nach Auskunft der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen gegen 13.15 Uhr. Nach einer kurzen Rast wollten die drei Slowenen, die in der Früh mit der Osterfelder-Bahn aufgefahren waren, weiter Richtung Zugspitze marschieren. „Sie sind über den Stuiben, die Stuibenspitze und den Gaifgrat gegangen“, erklärt Bergwacht-Geschäftsführer Toni Gehringer. Ihr Ziel: Deutschlands höchster Berg, den sie mit einer Nacht im Biwak erreichen wollten.

Nachdem der 24-Jährige abgestürzt war, setzten seine Begleiter sofort den Notruf ab. Mit dem RK-2-Hubschrauber flog ein Retter der hiesigen Bergwacht-Bereitschaft an die Unglückstelle, konnte den Mann aber nicht entdecken. „Sie haben nur Material und einen Rucksack geortet“, sagt Gehringer. Das Dilemma: Der junge Mann war unter Schnee verschüttet. Zudem rutschten immer wieder neue weiße Massen nach. Erst beim zweiten Anflug, diesmal mit einem Helikopter der Polizei, gelang es schließlich, den Verunglückten im Bereich Schützensteig zu orten. Per Winde wurde ein Bergretter zu ihm abgewinscht. Für den Slowenen kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Die drei Männer waren mit anderen jungen Leuten angereist, um ein paar Tage im Landkreis Urlaub zu machen. Gestern brachen sie in mehreren Gruppen zu verschiedenen Touren auf.

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