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Schwierige Rettungsaktion: In so genannten Bergenetzen befördert der Hubschrauber ein Kalb nach dem anderen zur Wetterstein-Alm.

Spektakuläre Rettung oberhalb der Wetterstein-Alm

Neun Kälber sitzen in steiler Felsrinne fest

  • Tanja Brinkmann
    vonTanja Brinkmann
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Unter schwierigen Bedingungen haben Einsatzkräfte der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen und der Feuerwehr Partenkirchen die Kälber aus steilem, absturzgefährdetem Gelände befreit. Ein Tier nach dem anderen wird zur Wetterstein-Alm geflogen.

Garmisch-Partenkirchen – Einen ungewöhnlichen Einsatz haben die Retter der Bergwacht-Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen und der Feuerwehr Partenkirchen am Montag gemeistert. Neun Kälber, die sich heillos oberhalb der Wetterstein-Alm verstiegen hatten, mussten aus steilem, felsigem Gelände befreit werden. Wie die Tiere, die Mitgliedern der Weidegenossenschaft Partenkirchen gehören, in diese missliche Lage geraten waren, ist völlig unklar. Feststeht allerdings, dass die Felsrinne, in der sie gegen 14.30 Uhr entdeckt worden waren, extrem absturzgefährdet ist. Für eines der Tiere kam jede Hilfe zu spät, es konnte nur mehr tot geborgen werden.

Vor dem Flug betäubt ein Tierarzt die völlig verängstigten Kälber.

Da die verbleibenden acht Kälber „weder nach oben, noch nach unten gehen konnten, wurde der Entschluss gefasst, sie mittels Hubschrauber zu bergen“, erklärt der Einsatzleiter der Bergwacht. Während der Wartezeit spannten die Retter unterhalb der völlig verängstigten Tiere Netze, um ein weiteres Abstürzen zu verhindern. Als das Team der Heli Austria GmbH mit einem Veterinär vor Ort angekommen war, wurde ein Kalb nach dem anderen von den Rettern vorsichtig auf ein Bergenetz geführt, vom Tierarzt betäubt und schließlich mit dem Hubschrauber zur Wetterstein-Alm geflogen. Gegen 21 Uhr war der Einsatz beendet, und die acht Kälber konnten sich – den Umständen entsprechend wohlauf – von den Strapazen erholen.  

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