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Ein paar Stunden dauert es, bis d ie Bergwacht den Gleitschirm aus den Bäumen am Kreuzeck befreit. 

Zahlreiche Einsätze in Grainau und Garmisch-Partenkirchen

Bergwachten gefordert: Gleitschirmflieger und Wanderer in Not

  • Katharina Bromberger
    vonKatharina Bromberger
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Fast pausenlos im Einsatz waren die Bergwachten in Garmisch-Partenkirchen und Grainau von Freitag bis Sonntag. Gleitschirmflieger, Wanderer und viele mehr brauchten Hilfe.

Garmisch-Partenkirchen/Grainau– Chronologisch geht Thomas Abold die Einsätze durch. Dabei wird klar: Seit Freitagmittag sind der Einsatzleiter und seine Kollegen von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen fast ohne Pause unterwegs. Nicht nur das schwere Unglück am Hohen Fricken und die Evakuierung der Höllentalangerhütte, bei der die Garmisch-Partenkirchner die Kollegen unterstützten, forderten die Männer und Frauen. Weitere Menschen am Berg brauchten ihre Hilfe. Auch die Grainauer Bergwacht rückten nicht nur wegen des Unwetters aus.

 Paar kommt am Klettersteig nicht weiter

Das Paar kam nicht mehr vor und nicht zurück. Den Stangensteig, eine Aufstiegsvariante zur Höllentalangerhütte, hatten sie sich für Freitag vorgenommen. Doch die Bedingungen wurden ihnen zu gefährlich. Im harten Schneefeld wollten die Touristen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren – nähere Angaben hat Abold nicht – umdrehen. „Aber die junge Frau traute sich nicht weiter.“ Deshalb alarmierten die beiden die Bergwacht. „Sie haben alles richtig gemacht“, sagt Abold. Vier Einsatzkräfte, zwei davon von der Bergwacht München, bauten ein Seilgeländer und brachten die zwei unverletzt über den Klettersteig nach unten und mit dem Einsatzfahrzeug ins Tal. Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz beendet.

 Frau verletzt sich am Sprunggelenk

Gerade kamen die Bergwachtsmitglieder am Depot an, da ging die nächste Alarmierung ein. Eine Frau, knapp 60 Jahre alt, war auf dem Weg zur Reintalangerhütte umgeknickt und hatte sich am Sprunggelenk verletzt. Von der Bockhütte brachte sie der Wirt mit dem Quat zum Umschlagplatz – etwa 30 Minuten Fußmarsch entfernt. Von dort fuhr sie die Bergwacht ins Klinikum.

Kreuzeck: Gleitschirmfliegerin landet im Baum

Nach der langen Vermisstensuche am Fricken kam für die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen am Samstag ein weiterer Einsatz. Gegen 10.45 Uhr war ein Gleitschirmflieger etwa 100 Meter nach dem Start am Kreuzjoch in einen Baum gestürzt. Der Polizeihubschrauber brachte die Kräfte zur verunglückten Münchnerin. Problemlos befreiten die Retter die 26-Jährige. „Aufwändig und komplex“ ist es jedoch, den Schirm aus den Bäumen zu holen, sagt Abold. Dies dauerte bis fast 15.30 Uhr.

Höllentorkopf: Zwei Wanderer versteigen sich

Zu zwei Wanderern in Not wurde die Bergwacht Grainau am Samstagmittag gerufen. Die Baden-Württemberger (29 und 34) wollten über die Nordkante den Höllentorkopf erreichen. Doch sie verstiegen sich und wussten keinen Ausweg. Im Murnauer Rettungshubschrauber wurden sie unverletzt ins Tal gebracht.

 Zwei Radfahrer kollidieren

Zwei Radfahrer sind am Samstag im Bereich der Christlhütte bei Grainau zusammengestoßen. Sie kamen sich entgegen, doch wichen beide offenbar auf dieselbe Seite aus. Auch sie brauchten die Hilfe der Grainauer Bergwacht. Glücklicherweise wurden die beiden nur leicht verletzt.  kat

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