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Tänzchen mit Lindsey Vonn: Die Mitglieder der Guggenmusik „glöggli-clique“ aus der Schweiz freuen sich nach der Abfahrt über die spontane Einlage der amerikanischen Skirennläuferin.

Neue Tribüne kommt bei den meisten gut an

Bestes Wetter und beste Sicht beim Damen-Weltcup

Garmisch-Partenkirchen - Bei strahlendem Sonnenschein haben tausende Fans die Damen-Rennen an der Kandahar verfolgt. Die Stimmung war gut – trotz des Ausscheidens von Viktoria Rebensburg beim Super-G. Über den neuen Standort der Tribüne waren die Zuschauer aber geteilter Meinung.

Sie sind extra aus Obwalden in der Schweiz nach Garmisch-Partenkirchen zum Ski-Weltcup an die Kandahar gereist, um ihr Idol anzufeuern. Riesige Kuh-Glocken haben sie im Gepäck. Alle tragen das gleiche rote Shirt, auf dem das Gesicht der Skirennläuferin Priska Nufer abgebildet ist. Gereicht hat es für die Skifahrerin im Super-G nur für Platz 24. In der Abfahrt am Samstag wurde sie Zweiundzwanzigste. „Wir sind trotzdem zufrieden“, sagt Manuela Ming vom Fanclub. Ein Trost ist, dass die Landsmännin Lara Gut den ersten Platz im Super-G und den zweiten in der Abfahrt geschafft hat. „Wir sind stolz auf alle im Schweizer Team“, betont die 23-jährige Ming. Sie ist mit ihren Fanclub-Kollegen bereits zum zweiten Mal beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen dabei. „Die Stimmung ist super“, betont Ming. Heuer stehen sie im Zielbereich, vergangenes Jahr waren sie auf der Tribüne. Dass diese in diesem Jahr in Richtung Osten verschoben wurde (wir berichteten) findet Ming nicht schlimm. „Wir haben eine super Sicht“.

Der neue Standort der Tribüne wird von den Zuschauern positiv bewertet

Dafür sorgt auch die riesige Leinwand, auf der die Sportlerinnen bei ihrer Fahrt in voller Nähe zu sehen sind. Jonas Hoflin aus München findet die neue Lösung mit der Tribüne trotzdem nicht ideal. „Früher war es etwas besser“, sagt der gebürtige Schwede. Er wäre lieber etwas näher am Rennen dran. Der Weltcup gefällt dem 37-Jährigem dennoch gut. Gemeinsam mit Frau Juliane und den Töchtern Jill und Linn hat er sich extra auf den Weg ins Werdenfelser Land gemacht, um die Abfahrt und den Super-G der Damen zu sehen. Insbesondere die Schwedin Kajsa Kling feuern sie an. Dafür haben sie extra die blau-gelbe Fahne mitgebracht, die sie begeistert schwenken.

Auch zahlreiche Einheimische hat es am Sonntag in den Kandahar-Zielraum verschlagen. Otto Klumpp aus Garmisch-Partenkirchen befindet sich gemeinsam mit Freunden auf der Tribüne, um einen Überblick auf das Geschehen zu haben. Einer davon ist Anton Buchwieser (67). Den neuen Standort bewerten die Spezl positiv. Auch wenn man die Skifahrer in der letzten Kurve vor dem Ziel nun nicht mehr ganz so gut sieht, wie früher. „Es kommt darauf an, wo man steht“, sagt Buchwieser. Er hat seine Hoffnung auf die Kreutherin Viktoria Rebensburg gesetzt, die beim Super-G ausgeschieden ist. „Schade“, sagt er. Macht aber nichts. „Alle, die gefahren sind, haben meinen größten Respekt“, betont Klumpp (70). Die Stimmung taugt den Freunden. Das Traumwetter hebt die Laune zusätzlich. Auch bei Petra Schurz aus Grainau. Der neue Tribünen-Standort stört sie nicht. „Es ist halt anders“, sagt sie. „Man wird sich aber schnell daran gewöhnen.“+

Lindsey Vonns spontane Einlage erobert die Herzen der Guggenmusik

Christoph Gerg (22) aus Wallgau findet die neue Platzierung sogar besser als die alte. „Man bekommt etwas mehr mit“, betont er. Seine Begleitung Magdalena Maurer aus Farchant schließt sich an. Beide haben die Daumen für Rebensburg gedrückt. Den Weltcup-Sonntag genießen sie aber auch trotz ihres Ausscheidens.

In Party-Stimmung sind die Mitglieder der Guggenmusik „glöggli clique“ aus Amriswil in der Schweiz. Das liegt zum einen an dem Sieg von Lara Gut, sagt „glöggli“-Mitglied Sabrina Lehmann. Zum anderen sind ihre Kollegen von der Kombo, die mit ihren Blechinstrumenten regelmäßig beim Weltcup spielen, immer noch in Hochstimmung. Hat sich doch Lindsey Vonn am Samstag nach ihrem Sieg in der Abfahrt zu ihnen gesellt und getanzt. Lehmann versichert: „Wir sind jetzt alle Lindsey-Fans“ 


Magdalena Kratzer

Hier die schönsten Bilder vom Super-G am Sonntag:

Super-G in Garmisch-Partenkirchen: Ernüchterung für Rebensburg

Hier die schönsten Bilder von der Abfahrt am Samstag:

Abfahrt auf der Kandahar: Weltcup-Bilder vom Samstag

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