9.000 Zuschauer beim City-Biathlon in Garmisch - trotz Nieselregen
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BIathlon: City-Sprint in Garmisch-Partenkirchen

Bischl/Weidel überraschen die Weltcup-Stars

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Ein bisschen Nieselregen kann die Garmisch-Partenkirchner nicht schrecken: 9000 Zuschauer feiern am Samstag den City-Biathlon im Ortszentrum - und zwei Überraschungssieger: Matthias Bischl und Anna Weidel schlagen in einem dramatischen Finale Simon Schempp und Franziska Preuß.

Garmisch-Partenkirchen - Was war das für ein großartiges Finale: Matthias Bischl (29 Jahre) gegen Simon Schempp (29). Der Lokalmatador, der in Wallgau lebt und aktuell im drittklassigen Deutschlandpokal läuft, gegen den vierfachen Weltmeister aus Ruhpolding. Spannender hätte es nicht kommen können. Mit kleinem Vorsprung kam Bischl zum letzten Schießen. Viel durfte er sich nicht erlauben. Mit dem Weltklassemann im Genick. Der Mann aus der Kaltenbrunner Trainingsgruppe von Bernhard Kröll legte an, begann gut. Doch zwei Scheiben blieben stehen. Schempp lag zwei Bahnen neben ihm. Traf dreimal, dann der Fehler. Auch einmal in die Mini-Strafrunde am Richard-Strauss-Platz. Bischl kam mit vielleicht 30 Metern Vorsprung heraus. Es begann die Hatz. Noch einmal runter zum Bischoffeck – und zurück. Bischl ließ Schempp nicht mehr vorbei. Und so endete einer der spannendsten City-Sprints aller Zeiten mit dem Außenseitererfolg von Matthias Bischl und Anna Weidel. Richtig. Eine Partnerin gehört schon auch dazu. Weidel, die junge Dame aus Kiefersfelden (21), hatte erst am Vortag von ihrem Glück. Sie sprang für die erkrankte Maren Hammerschmidt ein. Logo, dass sie kam. Gemeinsam mit dem Weltcup-erfahrenen Johannes Kühn. Der kam aus derselben Richtung und nahm sie mit. Und prompt reichte es für sie zum Sieg. Natürlich eine Premiere für Weidel, sie war zum ersten Mal dabei. Bischl hingegen ist ein echter City-Sprint-Experte. Dreimal gewann er an der Seite von Magdalena Neuner, einmal mit Nadine Horchler. Nun Titel Nummer fünf – er ist der Rekordmann. Schempp und dessen Partnerin Franziska Preuß – auf Skiern wie im echten Leben ein Pärchen – folgten dann dahinter. Rang drei mit gebührendem Abstand ging an Kühn und Karin Oberhofer. Die Südtirolerin zeigte wieder einmal, wie gerne sie nach Garmisch-Partenkirchen kommt. Erst am Vorabend hatte sie Cheforganisator Peter Fischer per Handy erreicht. Noch am Flughafen in Nordrhein-Westfalen. Sie war auf Schalke gelaufen. Spontan sagte sie zu, den ebenfalls kranke Vanessa Hinz zu ersetzen und kam am Renntag mit dem Auto direkt aus Südtirol angereist. So richtig rund es lief es nicht bei dem Duo, aber es lieferte sich immerhin ein Duell mit Nadine Horchler und David Zobel – und gewann es hauchdünn.

Riesenglück hatten die Veranstalter auch mit dem Wetter. Starkregen war angesagt gewesen – schon für den Nachmittag. Doch zum Start des Hauptrennens, als die frisch Vermählte Miriam Neureuther neben Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer die Pistole erhob, nieselte es nur leicht. Das machte den Zuschauern nichts aus. Geschätzte 9000 Menschen bildeten Vierer- und Fünferreihen in der Fußgängerzone im Ortsteil Garmisch und einmal mehr eine Kulisse, die alle Starter beeindruckend fanden. Horchler, die zwei Tage zuvor auch auf Schalke (für die Kranke Laura Dahlmeier) gelaufen war, fasste es am besten zusammen: „Schalke ist groß mit dem ganzen Drumherum, aber hier sind die Zuschauer viel näher, so nah wie nirgends sonst.“ Das macht den City-Sprint aus. Und dass ein Duo wie Schempp und Preuß das heimelige Rennen unter der Alpspitze den großen Moneten in Gelsenkirchen vorzieht – das ist schon eine Auszeichnung an sich.

Wie in jedem Jahr hatten sich im Vorfeld die besten Junioren der Region gemessen. Und im Gegensatz zum Profi-Rennen gab es dort einen Favoritensieg: Hanna Kebinger (SC Partenkirchen) und Tim Groatian (SC Mittenwald), die zuletzt beide im IBU-Junior-Cup für Furore gesorgt hatten, setzten sich dort am Ende souverän an die Spitze und verdrängten Stina Mußmann und Hans Knorr (beide SCP) auf Rang zwei.

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