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Großes Lob von Magdalena Neuner

Biathlon-WM: Dahlmeier holt die dritte Goldmedaille

WM-Gold, Nummer drei: Laura Dahlmeier landete im Einzel über 15 Kilometer wieder auf Platz eins. Und knackt damit sogar einen Rekord. 

Nach ihrem Gold-Lauf in die Geschichtsbücher jubelte Laura Dahlmeier mit ausgestreckten Armen und winkte glückselig ins Publikum, dann sank sie erschöpft in den Schnee. Dank einer weltmeisterlichen Vorstellung hat Deutschlands Biathlon-Ass bei der WM in Hochfilzen auch das kräftezehrende Einzel über 15 km und damit ihre dritte Goldmedaille bei den diesjährigen Titelkämpfen gewonnen.

"Ich bin total erledigt. Aber schon wieder ganz oben zu sein, ist einfach nur geil", sagte Dahlmeier, die im neunten WM-Rennen in Serie eine Medaille holte. Dies war bislang nur der Norwegerin Tora Berger (2012-2013) gelungen: "Ich muss mich bei ganz vielen Menschen bedanken, die mich unterstützen."

Drei Goldmedaillen bei einer WM für Deutschland hatte bislang nur Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner (2008 und 2011) geholt. Die 30-Jährige verfolgte das Rennen am Mittwoch an der Strecke und sagte über Dahlmeier, die auch im Sprint Silber gewonnen hatte: "Es ist einfach großartig, was Laura macht. Ihre Abgeklärtheit und Coolness sind beeindruckend."

Vielleicht sogar beeindruckender als bei Neuner selbst. Denn während die im Einzel nie einen WM-Titel eingefahren hatte, gelang das Dahlmeier in beeindruckender Manier. Trotz eines Schießfehlers lag sie im Ziel vor der Tschechin Gabriela Koukalova (1/+24,7 Sekunden) und der fehlerfreien Italienerin Alexia Runggaldier (+1:45,6 Minuten). Es war insgesamt Dahlmeiers fünfter WM-Titel und die elfte WM-Medaille. Da auch in der Staffel und im Massenstart Edelmetall möglich ist, könnte sie das Ergebnis von Oslo 2016 (fünf Medaillen) noch toppen.

Dahlmeier hatte die bisherigen zwei Einzelrennen des WM-Winters gewonnen und war im Vorfeld auch deshalb als Top-Favoritin auf Gold gehandelt worden. Beim Blick auf die Startlisten ließ sich aber bereits erahnen, dass an diesem Tag nicht nur die sportlichen Qualitäten ausschlaggebend sein würden. Während Dauerrivalin Gabriela Koukalova (Tschechien) bereits als 51. in die Loipe ging, entschied sich Dahlmeier für eine sehr späte Startzeit.

Als 93. von insgesamt 99 Athletinnen nahm die Bayerin ihre 15 km in Angriff, verbunden mit der Hoffnung, dass der tückische Wind, der immer wieder ins Stadion wehte, im Laufe des Wettkampfes vollständig zum Erliegen kommen würde. Eine ähnliche Taktik hatte schon Benedikt Doll im Männer-Sprint gewählt - am Ende sprang Gold heraus.

Und Dahlmeier? Nahm ihr Rennen bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp über zehn Grad entschlossen in Angriff. Die Ärmel bis zum Ellbogen hochgekrempelt, sprang sie im tiefen Schnee die Hügel hinauf - doch schon der dritte der insgesamt 20 Schüsse verfehlte das Ziel. Eine Aufholjagd war also gefragt von der Frau, die normalerweise ihre Rennen von der Spitze aus bestimmt.

Die Garmisch-Partenkirchnerin  gab nicht auf, arbeitete sich Position um Position nach vorne und lag vor dem letzten Schießen in Führung. Fünf Treffer, und gedanklich baumelte die Goldmedaille schon um Dahlmeiers Hals - und es gelang. Auf der Schlussrunde mobilisierte die Überfliegerin noch einmal die letzten Kraftreserven, dann war der Triumph perfekt.

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