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Das dritte SPD-Oberhaupt: Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigird Meierhofer.

Kommunalpolitik in Garmisch-Partenkirchen 

Bisher drei rote Bürgermeister 

Höhen und Tiefen hat die SPD-Ortsgruppe Garmisch-Partenkirchen in den vergangenen 110 Jahre erlebt. Doch stets bedeuteten diese Jahre auch Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, proklamierte Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer stolz. Und genau deshalb haben die Sozialdemokraten ihr 110-jähriges Bestehen nun auch ordentlich gefeiert.

Garmisch-Partenkirchen– Höhen und Tiefen hat die SPD-Ortsgruppe Garmisch-Partenkirchen in den vergangenen 110 Jahre erlebt. Doch stets bedeuteten diese 110 Jahre auch Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, proklamierte Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer stolz. Und genau deshalb haben die Sozialdemokraten ihr 110-jähriges Bestehen nun auch ordentlich gefeiert. 70 Gäste, darunter Meierhofers Stellvertreter Wolfgang Bauer (CSU), ihr Farchanter Amtskollege Martin Wohlketzetter (SPD), Landrat Anton Speer (FW), einige Gemeinderäte, Vertreter aus anderen Ortsverbänden und der Bundestagskandidat Enrico Corongiu waren zum Fest nach Burgrain gekommen.

Nach Harry Helfrichs Lied über die wechselvolle Geschichte der lokalen SPD, führte Alois Schwarzmüller sodann die historischen Details genauer aus. Begonnen hatte alles als „Sozialdemokratischer Verein Garmisch-Partenkirchen“. Dieser war ein Kind der Gewerkschaftsbewegung um 1900. Hier schlossen sich Handwerker, Saisonarbeiter, streikende Maler und Bierbrauer am 4. April 1907 unter dem Hafnermeister David Frischmann zu einer Organisation zusammen. Zunächst zählte diese nur 50 Mitglieder. Doch mittlerweile stellte diese Partei drei Bürgermeister, erinnerte die Ortsvereinsvorsitzende Ulrike Bittner-Wolff. Er erste war Georg Schütte. Dieser stammte aus München und übernahm zum Ende des Ersten Weltkrieges die Führung der Partei. 1929 zum Stellvertretenden Bürgermeister gewählt, musste er 1933 im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten zurücktreten. Nach dem Krieg wurde Schütte wieder kommissarisch zum Ersten Bürgermeister des Ortes ernannt und übte dieses Amt von 1948 bis 1959 mit einer vierjährigen Unterbrechung aus. Als Schütte plötzlich starb, riss sein Tod eine schwer zu füllende Lücke. Erst sieben Jahre später folgte ihm ein ähnlich fähiger Mann nach: der Malermeister Philipp Schumpp. Dieser lenkte die Geschicke des Ortes von 1966 bis 1978.

Die folgenden Jahre waren geprägt von Niederlagen und stellten für die Partei eine schwere Bürde dar. Bis es 2014 Meierhofer wieder gelang, das Rathaus in Garmisch-Partenkirchen zurückzuerobern. Damit ist sie gleichzeitig die erste Frau in diesem Amt. Sie machte deutlich, dass Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität weiterhin beharrlich verfolgt werden müssten.

Magnus Näbauer

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