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BMW-Star der IAA: der neue M5, der auch in Garmisch-Partenkirchen ausgestellt wird.

Familienfeier samt Superstar

BMW-Deutschland-Club: Großes Treffen mit einer „Granate“ 

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BMW und Garmisch-Partenkirchen – das passt zusammen. Nach den Motorrad-Days findet ab Freitag das nächste große Treffen statt. Der Deutschland-Club feiert seinen 20. Geburtstag im Ort. Mit dabei ist auch das neueste Wunderwerk des Autobauers.

Garmisch-Partenkirchen– Der Wagen ist ein Star. Auf der Automesse IAA drängten sich die Massen drumherum. 600 PS, von 0 auf 100 Stundenkilometer in 3,4 Sekunden, Allradantrieb, um dieses Monster überhaupt für jeden Normalen fahrbar zu machen, der kein Rennfahrer ist. 117.900 Euro kostet er. In der Minimalausstattung. Kurzum: „Eine Granate“, sagt Christian Pomplun. Der Chef des örtlichen BMW-Clubs hat es geschafft, den M5 nach Garmisch-Partenkirchen zu holen. Das neueste Wunderwerk des Münchner Autobauers hat am Wochenende seinen ersten öffentlichen Auftritt. Also wirklich öffentlich. „Tür auf, Tür zu, reinsetzen“ – das geht in der Sportlimousine, versichert Pomplun. „Unfassbar, dass sie uns die zur Verfügung stellen.“

Was macht BMW nicht alles zum Geburtstag seines Deutschland-Clubs. 20 Jahre existiert der Dachverband, der 42 örtliche Vereine vereint. Auch Garmisch-Partenkirchen hat seinen. Voriges Jahr gründeten einige Motorsportfreunde den Club am 7. März – dem Geburtstag des Autobauers. „Das war ein Marketing-Gag“, sagt Pomplun. Ein Jahr später richten die Werdenfelser schon das erste Deutschland-Treffen aus. Es half, eine Großveranstaltung wie die BMW Motorrad-Days im Ort zu haben. Man kam ins Gespräch. Pomplun und Martina Günter, die Vize-Präsidentin des nationalen Clubs, verhandelten. Ein paar Wochen später bei der riesigen Geburtstagsfeier zum 100-Jährigen von BMW in München besiegelten beide Seiten den Deal.

Weil es bei solchen Jubiläen immer um Historie und Nostalgie geht, rückte die Clubszene in den Fokus des Konzerns. „BMW hat sie wiederentdeckt“, sagt Günter. Seitdem habe sich eine „super geniale Zusammenarbeit entwickelt“. Der Autobauer erkannte das Potenzial. In der Clubszene muss er keine Kunden gewinnen. Er hat das längst geschafft, muss nur noch seine Produkte anpreisen. Im Gegenzug hat BMW für die Veranstaltung geworben und liefert unter anderem den M5.

Gefeiert wird fünf Tage. Los geht’s am Freitag, 29. September. Mit dem Treffen verfolgt der Club zwei Ziele. Im Vordergrund stehen natürlich die Mitglieder. Ganz unterschiedliche Typen findet man, sagt Günter. Die Motorsportler. Die Jüngeren aus der Show&Shine-Szene, die jeden Cent in ihren Wagen stecken und gerne durch die Gegend düsen. Die Tuner, die ihre Autos aufmotzen, „aber keine Prolls sind“, wie Jens Muth betont, der sich im Dachverband ums Marketing kümmert. Auch die Traditionalisten mit ihren Oldtimern. Sie alle möchten die Veranstalter einen. „Bislang existieren sie nebeneinander her“, sagt Pomplun. Er vergleich das mit Abteilungen in einem Sportverein. „Wir wollen die Familie BMW zusammenführen“, sagt Vize-Präsidentin Günter.

Zeigen ihre Schätze: die Mitglieder der deutschen BMW-Clubs. Mit dabei haben sie nicht nur Autos, sondern auch Motorräder und Karts.

Die Region profitiert

Kollege Pomplun ist wichtig, dass der Ort miteinbezogen wird. Jeder darf vorbeischauen. Wie offen der Ortsclub ist: Mitglieder müssen nicht einmal einen BMW fahren. Für Einheimische und Gäste hat das Team ein riesiges Programm aufgestellt. Am Freitag geht’s parallel am Eventplatz am Hausberg sowie in der Fußgängerzone vor der Spielbank rund. Um 15 Uhr startet die Präsentation, bei der auch der neue M5 zu sehen ist. Abends wandern die Club-Mitglieder mit Fackeln um den Rießersee und feiern im Ziel der Olympia-Bobbahn eine kleine Bergmesse.

Samstag, Sonntag und Montag verlagert sich die Feier an den Hausberg. Ausstellungen, Workshops und Probefahrten bieten die Clubs an. „Alles was Räder hat, kann getestet werden“, betont Pomplun. Die Veranstaltung beschränkt sich nicht auf Autos. Go-Karts, Motorräder, Sportwagen – „alles, was Mobilität angeht, kommt zusammen“. Außerdem können Kinder ins Kart steigen oder mit einem Lasergewehr – wie beim Biathlon – zielen. Beim Slalom-Cup treten die Club-Mitglieder in ihren Fahrzeugen gegeneinander an. Am Start ist auch Korbinian Schauer, der junge Biker aus Garmisch-Partenkirchen. Zum Abschluss am Dienstag fahren die Autofreunde in Gruppen durch den Ort und feiern am Rießersee ein Mini-Oktoberfest.

Für die Region rentiert sich das Treffen ebenfalls. Die Veranstalter haben eine Stempelkarte mit 25 Zielen der Gegend herausgegeben. Enthalten sind unter anderem das Kloster Ettal oder Schloss Linderhof. Die Familie, die die meisten Orte ansteuert, erhält einen Preis. Im besten Fall kommen die Gäste wieder in den Landkreis. Nicht wegen des M5, sondern weil’s ihnen so gut gefallen hat.

Das XXL-Programm:

FREITAG, 29. SEPTEMBER
 Hausberg: 12 bis 17 Uhr: Probefahrten i3/i8 12 bis 18 Uhr: Ausstellung 19 Uhr: BMW Hoargartn Fußgängerzone (Spielbank): 15 bis 17:30 Uhr: Aufstellung und Präsentation mit Sektempfang 19 Uhr: Casino Night Rießersee: 19 Uhr: Fackelwanderung mit Bergmesse

SAMSTAG, 30. SEPTEMBER
9 bis 17 Uhr: Slalomcup, Show & Shine, Ausstellung, Workshops, Probefahrten i3/i8, Eventprogramm (am Hausberg). ab 19 Uhr: Festabend im Festzelt (Einlass 18 Uhr). SONNTAG, 1. OKTOBER 9 bis 17 Uhr: Show & Shine, Ausstellung, Workshops, Probefahrten i3/i8, Eventprogramm. 18.30 Uhr: Come Together Party.

MONTAG, 2. OKTOBER
9 bis 17 Uhr: Ausstellung, Workshops, Probefahrten i3/i8, Eventprogramm. 19 Uhr: Bayerischer Abend (Einlass 18 Uhr).

DIENSTAG, 3. OKTOBER
 10 Uhr: Fotoshooting im Olympia-Skistadion. 11 Uhr: Bayerischer Frühschoppen im Olympiahaus. 12:30 Uhr: Korso durch Garmisch-Partenkirchen mit Verabschiedung. 15 Uhr: Kleines Oktoberfest am Rießersee.

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