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Nichts tut sich: Das Bowling-Areal liegt wohl noch längere Zeit brach.

Im Hintergrund passiert einiges

Bowling-Areal: Bau der Wohnhäuser beginnt erst im März 2019

  • Katharina Bromberger
    vonKatharina Bromberger
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Nun ist offiziell bestätigt, was jeder bereits vermutet hat: In diesem Jahr wird auf dem ehemaligen Bowling-Areal an der St. Martin-Straße nicht mehr gebaut. Im Hintergrund aber tut sich einiges. Einen neuen Zeitplan gibt es auch.

Garmisch-Partenkirchen – Fast ein halbes Jahr hat Roland Wetzel nichts von sich hören lassen, auf keinen Anruf und keine E-Mail reagiert. Man hätte schon nervös werden können, was die Zukunft des ehemaligen Bowlingareals betrifft. Dort wollen Investoren, die er vertritt, Wohnungen und ein Apartmenthaus errichten. Bei Millioneninvestitionen wie diesen verheißt ein Schweigen selten Gutes. Probleme vielleicht, Verzögerungen sicher. Wie auch in diesem Fall. Jetzt aber meldet sich Wetzel zurück. Mit guten Nachrichten und einem neuen Termin zum Baubeginn. Er liegt fast zwei Jahre später als ursprünglich geplant.

Wetzel, Geschäftsführer der Intercon Unternehmensberatung GmbH mit Sitz in Reutte/Tirol, kümmert sich um das Projekt für eine Handvoll – es seien weniger als fünf – Investoren, die 2016 das Grundstück in bester Lage in Garmisch-Partenkirchen für angeblich 7,5 Millionen Euro gekauft haben. Auf etwa der Hälfte des rund 13 500 Quadratmeter großen Areals wollen sie Privatwohnungen für den Verkauf sowie Apartmenthäuser für die touristische Nutzung bauen. Im Mai/Juni reichten sie ihre Unterlagen ein, nachdem der Bauantrag ursprünglich für Mitte 2017 angekündigt sowie ein Baustart für Sommer 2017 vorgesehen war. Monate vergingen, ohne dass bei der Marktgemeinde die Dokumente eingingen. Den Baustart verschob Wetzel auf Sommer 2018 – und nun auf „spätestens März 2019“, „begründet durch verschiedene Verzögerungen im Genehmigungsverfahren“.

Zunächst entstehen drei Wohnhäuser

Der Bauausschuss hatte in seiner Sitzung im Juni Umplanungen gefordert. Unter anderem soll das Dach neu gestaltet werden. Aktuell werden die Vorgaben Investorensprecher Wetzel zufolge umgesetzt, weshalb er sich nicht zu Größe und Umfang des Apartmentbereichs äußert. „Infos folgen“, heißt es. Genauere Angaben aber macht er zu den Wohnungen, ohne die sich das Projekt nicht wirtschaftlich umsetzen lässt. Drei Wohnhäuser werden demnach entstehen mit jeweils acht Eigentumswohnungen zwischen 61 und 108 Quadratmetern. Innerhalb der nächsten vier Wochen erwartet Wetzel hierfür die Genehmigung.

Auch auf der anderen Hälfte des Areals geht es voran. Diese verkaufte die Investorengruppe im Spätsommer 2017 an die Deutsche Hotel und Resort Development GmbH & Co. KG. Das Unternehmen wird als Projektentwickler auf dem Areal ein Hotel errichten, das wiederum die a-ja Resort und Hotel GmbH betreiben wird. Pressesprecherin Michaela Störr hielt dabei die Öffentlichkeit stets über den Stand der Dinge auf dem Laufenden, wenn sie sich auch zurückhaltend äußerte.

Bauantrag für Hotel soll Anfang September eingereicht werden

Entstehen wird ein Urlaubsresort mit etwa 230 Zimmern und großen SPA- und Wellnessbereichen sowie Restaurant. An diesen ursprünglichen Plänen hat sich bis heute nichts geändert. In diesen Tagen hat die Gemeinde Störr zufolge die Bauvoranfrage positiv beschieden. Den Bauantrag will die Deutsche Hotel und Resort Development GmbH Anfang September einreichen. Zu einem möglichen Baustart oder gar einer Hoteleröffnung äußert sie sich erst, sobald eine Genehmigung vorliegt. Man sei – wie auch die Investoren – stets in enger Abstimmung mit Behörden und Gemeinde, sagt Störr. „Diskussionspunkte gibt es hier aktuell keine.“

Geplant ist zudem, dass die Hotelinfrastruktur durch die Besucher in den Apartmenthäusern sowie die Wohnungseigentümer mitgenutzt wird. Hier stimme man gerade die Möglichkeiten mit den Hotelverantwortlichen ab, sagt Wetzel. Störr bestätigt einen „sehr engen Kontakt“ und eine „gute Kommunikation“ mit den Nachbarn.

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