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Viel los ist beim Brunnenfest in Partenkirchen.

Tausende Besucher feiern 

Partenkirchner Brunnenfest: Wankes Idee zündet

Sechs Brunnen, ein Fest: So lautet die Erfolgsformel der Freiluft-Gaudi, die am Samstag tausende Besucher ins altehrwürdige Partenkirchner Zentrum lockte. Nicht zuletzt aufgrund der Resonanz versprach der Organisator eine Neuauflage.

Garmisch-Partenkirchen – „Voriges Jahr hat mir mal der Dr. Wackerle, der Vorsitzende vom Museumsverein, erzählt: Partenkirchen hat so viele Brunnen – und da hat’s bei mir geschnackelt.“ So einfach werden mitunter gute Ideen geboren. Denn der heimische Event-Manager Marco Wanke entwickelte, kaum hatte es bei ihm „geschnackelt“, sofort das Konzept, rund um die Brunnen eine heimatbetonte, sommerliche Festlichkeit zu feiern. Am Samstag setzte man es bei der Premiere im Herzen von Partenkirchen perfekt um: Tausende Besucher aus Nah und Fern zog es auf die Ludwig-, Sonnenberg- und Jahnstraße.

Dort waren rund um die sprudelnden Bauwerke Tische und Stühle samt Bewirtungsständen aufgebaut. Dazu sorgten Musikgruppen bei angenehmem Frühsommerwetter für Stimmung. Ob Schweinsbraten, gebrannte Mandeln oder Wurstwaren, ob Burger oder Salate, Süßes aus dem Schoko-Brunnen, Kässpatzen oder Speck – konsumiert wurde nach Herzenslust.

Dabei wurde das Brunnenfest in der Hauptsache von örtlichen Vereinen getragen: Lediglich der Schäfflerbrunnen am Kögl-Eck oblag den Wirtsleuten vom Gasthaus „Drei Mohren“, um den Antonibrunnen kümmerte sich die Belegschaft vom anliegenden Gasthaus Schatten.

Die anderen vier Standorte aber waren Sache der Vereine: Den Ambrosius-Brunnen vor dem Pfarrheim hatte die Feuerwehr übernommen, am Gockelbrunnen in der oberen Ludwigstraße wirkte der Turnverein als Gastgeber, vor dem einst von Professor Josef Wackerle entworfenen Brunnen am Kirchplatz zeichnete die Werbegemeinschaft „Partenkirchen erleben“ verantwortlich. Am vielleicht schönsten der sechs Wasserspeier, dem Floriansbrunnen, werkelte der legendäre Tischkegler-Stammtisch Silbertropfen. „Alles sehr heimatverbunden“, ortete der aus Hamburg stammende Neubürger Gunnar Schulz sehr schnell die Atmophäre des Spätnachmittags. „So fröhlich, dass es auch für einen Norddeutschen eine helle Freude ist – gastliches Oberbayern vom Feinsten.“

Immerhin passten ja auch die Musikgruppen wie selbstverständlich dazu: Beispielsweise die Johrdogsmusi, die Rodler-, die Feuerwehr- oder die Endkeglmusi, jeder Einheimische kennt sie längst. Deutlich aufwändiger gestaltete sich zum Finale das publikumsträchtige, abendliche Hoamat-Konzert der Musikkapelle auf dem Kirchplatz. Es dirigierten Josef Anzenberger und Josef Grasegger senior. Dieser führte auch durchs Programm. „Auf dass nicht nur die Einheimischen, sondern insbesondere unsere Gäste dafrog’n, was inser Hoamat ausmacht: Kultur und Sport, Brauchtum und Natur.“

Das fing mit allerlei Trachtlerischem an, mit Alphornklang und Goaßlschnalzern, mit Plattlern und einer Polka, anschließend hörte man Sepp Tanzers „Festtag“ zu prächtigen Landschaftsbildern. Der nur noch selten gespielte Sprunglaufmeistermarsch begeisterte ebenso wie Richard Strauss’ „Einzug der Ritter des Johanniter-Ordens“, ehe schließlich Edward Elgars „Pomp und Circumstance“ Siegesbilder von Laura Dahlmeier untermalte und der Zugspitz- sowie der Bayerische Defiliermarsch den prächtigen Schluss setzten.

Das Brunnenfest – mal ganz was anderes und schon im ersten Anlauf so gelungen, dass Organisator Wanke versprach, es im kommenden Jahr zu wiederholen.

Wolfgang Kaiser

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