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Stehen Rede und Atnwort: (v. l.) Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer, Leitender Kriminaldirektor Jürgen Ebner, Leitender Polizeidirektor Peter Kuhn, Regierungssprecher Steffen Seibert, Tourismusdirektor Peter Ries und Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Information zum G7-Gipfel

Bürger sorgen sich um ihr Hab und Gut

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Garmisch-Partenkirchen - Was passiert, wenn . . . Viele Bürger sorgen sich um ihr Hab und Gut, sollten Demonstranten beim G7-Gipfel 2015 durch den Ort ziehen. Der Innenminister versucht zu beruhigen.

Michael Pritschow nimmt den Innenminister beim Wort. Die Bürgerversammlung vor mehr als 600 Besuchern im Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus ist gerade beendet, da springt der Vorsitzende des örtlichen Haus- und Grundbesitzervereins auf und gibt Joachim Herrmann (CSU) seine Visitenkarte. Pritschow will unbedingt eine konkrete Antwort haben auf seine konkrete Frage, die er zuvor für seine rund 2100 Mitglieder gestellt hat: Wer entschädigt die Immobilien-Eigentümer, wenn zum Beispiel bei Ausschreitungen Schäden entstehen? Versicherungen, erzählt der Garmisch-Partenkirchner später, würden bei Vandalismus nicht einspringen.

Bilder: Information zum G7-Gipfel 2015

Bilder: Information zum G7-Gipfel 2015

Schon heute treibt dieses Thema die Menschen um. Auch Max Zitzmann, der Kreisvorsitzende im Bayerischen Handelsverband, betont am Mikrofon: „Diese Frage wird immer wieder kommen.“ Eine konkrete Antwort aber hat der Minister für sie und die Zuhörer – noch – nicht. Wie manches an dem Abend ein halbes Jahr vor dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs aus den sieben führenden Industrienationen im Unklaren bleibt.

„Wir arbeiten an dem Thema“, entgegnet Herrmann mit einem verbindlichen Lächeln auf Pritschows Frage. Er verweist auf den grundsätzlichen Haftungsanspruch des Opfers gegenüber dem Täter – das könnte schwierig werden. Mehr kann der CSU-Politiker derzeit noch nicht sagen. Also bittet er um Pritschows Karte, um ihm schriftlich zu antworten.

„Ich verstehe Ihre Sorgen“, beteuert Herrmann mehrfach an dem Abend. „Aber wir sollten auch nicht zu viel herbeireden.“ Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sei in den vergangenen fünf Jahren „keine Scheibe zu Bruch gegangen“. Auch die zurückliegenden Gipfeltreffen der G7-Gruppe seien ohne Störungen verlaufen. Der Minister verspricht: „Wir wollen alles dafür tun, dass nichts kaputt geht.“

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Murnauer Tagblatt.

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