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Verhaltene Freude: Amanda Stork, Initiatorin des Bürgerbegehrens und Mitarbeiterin bei Spielwaren Zitzmann.

Hauchdünnes Ergebnis

Bürgerbegehren zu Spielwaren Zitzmann: Unterschriften sind geprüft

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Garmisch-Partenkirchen soll am 5. November in einem Bürgerentscheid über das Wohl und Wehe von Zitzmann Spielzeugland bestimmen. Das Bürgerbegehren hat die nötige Anzahl der Unterschriften erreicht – allerdings sind’s nur 18 mehr als erforderlich.

Garmisch-Partenkirchen – Das Ergebnis: hauchdünn. Die Freude bei Amanda Stork ist dennoch spürbar, aber beileibe nicht überschäumend. Stork, Mitarbeiterin bei Spielwaren Zitzmann und Sprecherin des Bürgerbegehrens „Erhalt des Traditionshauses Zitzmann Spielzeugland“, weiß, dass sie und ihre Mitstreiter nur ein Etappenziel erreicht haben. „Trotzdem bin ich ganz zufrieden“, sagt sie. „Wir werden jetzt weiter für den Erfolg kämpfen.“ Seit Montag steht fest, dass das Bürgerbegehren, das Stork initiiert hat, erfolgreich war. Die Rathausverwaltung hat die Listen mit den 2243 Unterschriften geprüft. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) zufolge waren 1766 gültig – 18 mehr als nötig waren. Der knappe Ausgang stört Stork nicht. „Dass es gereicht hat, ist wichtig.“

Meierhofer wird dem Gemeinderat in seiner Sondersitzung am 16. August – der Termin wurde wegen Zitzmann angesetzt – empfehlen, das Bürgerbegehren zu beschließen. Als Tag des Bürgerentscheids ist der 5. November vorgesehen. Die Planungen, die Garmisch-Partenkirchner gleichzeitig mit der Bundestagswahl am 24. September zur Urne zu rufen, ließen sich aus „terminlichen Gründen“ nicht realisieren. „Es müssen bestimmte Fristen eingehalten und Briefwahl möglich gemacht werden“, erklärt Meierhofer. Mit rund 25 000 Euro wird der Bürgerentscheid den Markt belasten – exklusive der Kosten für jene Gemeindemitarbeiter, die die Stimmen auszählen.

Vor Tagen hatte sich Meierhofer noch mit dem Gedanken getragen, dem Bürgerentscheid ein Ratsbegehren entgegenzusetzen. Diese Idee hat sie mittlerweile verworfen. „Aus rechtlichen Gründen“, wie sie sagt. Auch das Bürgerbegehren scheitern oder von der Rechtsaufsicht überprüfen zu lassen, kommt für die Rathaus-Chefin nicht mehr infrage. Sie weiß, dass die Initiatoren dann vor die Gerichte gezogen wären und damit eine aufschiebende Wirkung erreicht hätten. Max Zitzmann hätte das Gebäude am Richard-Strauss-Platz 2, das der Gemeinde gehört und in dem das Spielwaren-Geschäft seit Jahrzehnten beheimatet ist, womöglich nicht verlassen müssen. Der Mietvertrag ist gekündigt und endet am 31. Dezember 2017, weil die Räume für die Tourist-Info benötigt werden.

Die Angestellten haben ihre Kündigungen schon Ende Juni erhalten. Auch Stork. Damit die wieder aufgehoben werden, braucht’s einen erfolgreichen Bürgerentscheid. Dafür sind rund 4370 Pro-Stimmen, das sind 20 Prozent der wahlberechtigten Bürger Garmisch-Partenkirchens, erforderlich.

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